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Unser Strom wird in einem der über 130 Kraftwerke in Österreich und Bayern erzeugt. Vier Fünftel davon kommen aus Wasserkraftwerken: Genauer aus Laufkraftwerken entlang der großen Flüsse Inn, Salzach, Mur, Drau, Enns und Donau oder aus Speicherkraftwerken hoch in den Alpen.
Ein Fünftel stammt aus Wärmekraftwerken wie dem Gas-Kombikraftwerk Mellach, einem der Modernsten seiner Art. Erdgas spielt eine zentrale Rolle als Brückentechnologie in der europäischen Energiewende und dem Übergang zu einer rein erneuerbaren Energieerzeugung.
Fossile Energieträger wie Kohle oder Öl erzeugen bei ihrer Verbrennung das klimaschädigende Kohlendioxid (CO2), das unter anderem zu einer weiteren Erwärmung der Atmosphäre und vielen Problemen auf der Erde führt. Wasserkraftwerke erzeugen dagegen kein CO2. Und im Unterschied zu Kernkraftwerken entstehen auch keine Abfälle, deren Entsorgung noch Generationen von Menschen Sorgen bereiten wird.
Wasserkraftwerke liefern weitgehend gleichmäßig und ohne Umwelt-Emissionen zuverlässig Strom. Beim modernen Kraftwerksbau wird der Eingriff in die Natur heute auf ein Mindestmaß reduziert. Mit umfangreichen Ökologie-Projekten wie Wanderhilfen für Fische und Aufforstungen oder Neubepflanzungen sorgen wir zudem dafür, dass das Gleichgewicht in der Umwelt wieder hergestellt wird.
Dass unsere Bemühungen keine leeren Versprechungen bleiben, zeigt die Tatsache, dass insgesamt 30 % der Kraftwerksflächen in Österreich nach (!) dem Bau der Anlagen unter Naturschutz gestellt wurden. Das sind zusammen rund 3.000 Hektar.
Ja, Strom aus Wasserkraft zählt, wie auch Strom aus Windparks, Biomasse- und Solarkraftwerken, zu erneuerbaren Energieträgern und ist damit Ökostrom.
Der TÜV-Süd prüft jährlich nach strengen Kriterien die Stromerzeugung von VERBUND. Zudem kontrolliert die österreichische Regulierungsbehörde E-Control die Stromkennzeichnung. Diese verpflichtet uns als Stromlieferant, Sie auf Ihrer Stromrechnung genau über die Herkunft des Stroms zu informieren.
Nein. Jener Anteil an Wasser, der durch Pumpen in den Stausee gelangt, wird bei der Erzeugung aus dem natürlichen Zufluss durch Bäche und Niederschlag herausgerechnet. Dies ist einfach möglich, da wir wissen, wie viel Wasser wir gepumpt haben. Der Strom, der mit dem gepumpten Wasser erzeugt wird, ist als Strom unbekannter Herkunft, also Graustrom deklariert.
Auch wenn wir wissen, dass der Strom zum Pumpen überwiegend aus erneuerbaren Quellen, vor allem Windparks stammt. Denn in Zeiten mit wenig Stromverbrauch (z. B. in der Nacht) erzeugen Windparks besonders viel Strom. Dass aber der Strom so zu sauberem Wasserkraftstrom wird, stimmt eben nicht.
Die Einhaltung dieser Vorschrift prüft der TÜV-Süd übrigens jährlich - und sehr genau.
Nein. In Österreich ist der Ausbau der Flüsse zur Stromgewinnung schon weit fortgeschritten. Als "Land am Strome" profitieren wir von dem großen Anteil an sauberem Strom aus Wasserkraft. Der Ausbaugrad beträgt in Österreich bereits zwei Drittel. Mittelfristig ist ein Ausbau von rund 5 % des Bedarfs geplant und dies unter den strengen Auflagen der heimischen Umweltgesetze. Aus bestehenden Wasserkraftwerken lässt sich durch Modernisierung und umweltschonende Erweiterung zum Teil erheblich mehr Strom gewinnen, darum hat Effizienzsteigerung Vorrang vor dem Neubau von Anlagen.
Unter "grüner Batterie" versteht man mehrere Pumpspeicher-Kraftwerke, die Wasser als Speichermedium für überschüssigen Strom verwenden. Im Gegensatz zu anderen Speichertechnologien wird damit energieeffizient, ohne Risiko und umweltfreundlich zwischengelagert. Die Energie steht bei Bedarf zum Ausgleich für Verbrauchs- und Erzeugungsschwankungen zur Verfügung.
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