Um Engpässen vorzubeugen, werden Anfang der 1980er-Jahre große Kohlekraftwerke wie Dürnrohr oder Mellach errichtet, und der Ausbau der Donau wird forciert. Mit der Verhinderung des Donaukraftwerks Hainburg erfährt diese neue Energiepolitik 1984 einen weiteren gravierenden Einschnitt. Das Ende von Großkraftwerksbauten scheint gekommen.
Privatisierung und Börsegang des Unternehmens
1988 stellt ein bedeutendes Jahr für VERBUND dar, als 49 % des Unternehmens im Zuge eines Börseganges privatisiert werden und VERBUND die Bundesanteile an den Sondergesellschaften (wie Donaukraft, Tauernkraft oder Draukraft) übernimmt.
Österreichs E-Wirtschaft, allen voran VERBUND, wendet sich Anfang der 1980er-Jahre verstärkt Kohlekraftwerken und dem Donauausbau zu. So entstehen bis 1986 die großen Kohlekraftwerke Dürnrohr in Niederösterreich sowie Mellach in der Steiermark, ausgestattet mit modernster Umweltschutztechnik.
Der schon Mitte der 1970er-Jahre forcierte Ausbau der heimischen Wasserkraft wird weiter beschleunigt. Kaum ist das Donaukraftwerk Melk in Niederösterreich fertig, wird im selben Bundesland das Donaukraftwerk Greifenstein begonnen.