Gemeinsam mit der Elektromobilität und den damit verbundenen ökologischen und technologischen Entwicklungen gilt unsere Aufmerksamkeit auch der Neuorganisation des Energiesystems - hin zu einigen wenigen zentralen und vielen dezentralen Strom-Erzeugern und -Speichern.
Ein Mehr aus Wasser, Sonne und Wind
Strom aus kleinen Photovoltaik-Anlagen auf Hausdächern; Energie aus Biomassekraftwerken ums Eck; Windpower von den Küsten Nordeuropas; Strom aus Wasserkraftwerken in den Alpen: das Energiesystem der Zukunft wird sich wesentlich von erneuerbaren Energien speisen und damit großen Schwankungen unterliegen.
Mobile Stromspeicher sind gefragt
Parallel dazu werden wir E-Autos haben, die 97 % ihrer gesamten Lebensdauer "Stehzeuge" sind. Die überwiegende Mehrzahl wird also nur für sehr kurze Zeit am Tag aktiv genutzt und kann die restliche Zeit an das Stromnetz angeschlossen werden.
Zu diesen Stehzeiten werden Elektroautos aufgeladen, wenn ausreichend Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Zu Spitzenverbrauchszeiten, wenn zu wenig Strom vorhanden ist, kann die im Akku des E-Fahrzeugs gespeicherte Energie (etwa 10 % des Ladepegels) wieder an das öffentliche Netz abgegeben werden. Auch so können Schwankungen der Stromproduktion aus Wind- und Solarenergie ausgeglichen werden.
Die Nutzung dieser gespeicherten Energie ergäbe - hochgerechnet auf den heimischen Pkw-Bestand - in Österreich ein Gesamtpotenzial von zusätzlich 8.000 Megawatt Kraftwerkskapazität. Im Vergleich dazu leistet der gesamte österreichische Kraftwerkspark derzeit mehr als 21.000 MW.