Ihren Weg säumen seit Alters her Dörfer und Städte. In den letzten Jahrzehnten hat die Stromerzeugung aus Wasserkraft eine steigende Bedeutung erhalten und zu vielen künstlichen Eingriffen in das Gewässer geführt. Doch nicht nur der Mensch nutzt den Fluss: auch für die Tier- und Pflanzenwelt Mitteleuropas ist die Donau eine wichtige Lebensader und oft einziges Rückzugsgebiet für selten Lebewesen. Daher wurden einige Abschnitte des Flusses unter Naturschutz gestellt, um den Einfluss des Menschen zu beschränken und Flora wie Fauna mehr Raum zu geben.
Die vielfältige Nutzung der Donau bedeutet für uns Menschen heute eine steigende Verantwortung: Einerseits möchten wir mit ihrer Hilfe den Energiehunger unseres modernen Lebensstils intelligent und sauber stillen, andererseits wollen wir die Eingriffe in die Natur möglichst gering halten, um die natürliche Schönheit der Flusslandschaft für kommende Generationen zu bewahren.
Die Donau, der zweitgrößte Strom Europas, ist die größte Energiequelle für die Wasserkraftwerke von VERBUND in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien. Sie liefert enorme Mengen umweltfreundlichen Stroms aus erneuerbarer Wasserkraft.
Donau deckt Grundbedarf an Strom
In unseren Donaukraftwerken, wie Melk oder Ybbs-Persenbeug, treibt der stetig fließende Fluss die Turbinen an. Die so genannten Laufkraftwerke decken den Strom-Grundbedarf ab. Sie können das Wasser nicht speichern, sondern sind von der zufließenden Wassermenge abhängig. Wassermenge und Fallhöhe
bestimmen im wesentlichen die Energieausbeute eines Laufkraftwerks. Fließt zu wenig oder zu viel Wasser in der Donau, stehen alle oder die meisten Turbinen still.
Lebensader, Wasserweg, Ökosystem und Freizeitareal
Die Donau ist Lebensader für hunderttausende Menschen, dient der Schifffahrt als Wasserweg und bildet mit ihren Ufern und dem Hinterland ein einzigartiges Ökosystem. Viele Anrainer und Touristen verbringen hier ihre Freizeit. Deshalb investiert VERBUND verstärkt in die Umwelt im Donauraum. So haben wir in
den vergangenen Jahren viele neue Biotope errichtet, welche die Artenvielfalt erhalten. In den kommenden Jahren errichten wir weitere Fischwanderhilfen, um wie in Melk die Kraftwerke für Fische passierbar zu machen. Übrigens holen wir an den Flusskraftwerken Unmengen an Treibgut und Müll aus dem Wasser – allein in Niederösterreich jährlich rund 3.000 Tonnen, von Baumstämmen über Plastikflaschen bis zu Autowracks.
Natur und Technik erleben und verstehen
Je besser wir die Zusammenhänge der menschlichen Bedürfnisse und jene der Natur verstehen, desto leichter wird es uns fallen, für die Interessen beider einzustehen. Nutzen Sie daher die Gelegenheit, nach einem Kraftwerksbesuch an einem unserer Donaukraftwerke einen Abstecher in die Umgebung zu machen und die Natur- und Pflanzenwelt kennenzulernen.
Das Kraftwerk Ybbs steht an den Toren zum UNESCO-Weltkulturerbe Wachau, durch das sich die Donau in großen Bögen - vorbei an Hügeln und Weinbergen - schlängelt. Das Kraftwerk Freudenau im Osten Wiens lädt zu einer Weiterfahrt, mit Rad oder Auto, zum Nationalpark Donauauen ein, wo im Winter wie Sommer spannende Erkundungstouren in die Welt der mitteleuropäischen Aulandschaft auf dem Programm stehen.