Vor Errichtung des Kraftwerks gab es an dieser Stelle eine Mühle und ein Sägewerk, die jedoch 1916 durch ein Hochwasser zerstört wurden.
Eine Grazer Baufirma begann 1918 mit der Errichtung des Kraftwerks, der Schweizer Köhlreiter übernahm den Bau und stellte ihn 1922 fertig, die Erteilung der wasserrechtlichen Konzession erfolgte 1924.
Zunächst versorgte das Werk die Ortschaften Gasselsdorf und Pölfingbrunn mit Strom, im Lauf der Jahre weitete sich die Energieversorgung auch auf andere Ortschaften und Betriebe aus.
1956 errichtete man ein Betriebsgebäude mit Schalthaus, Büro und Werkstätten. 1959 wurde die Wehranlage erneuert und die wasserrechtliche Bewilligung hierfür erteilt. In den frühen 1960er-Jahren erwarb Ingenieur Slavik das Kraftwerk von der Familie Köhlreiter. 1984 wurde ein neuer Generator eingebaut und hinter dem Schalthaus ein Trakt zugebaut.
In den 1980er- und 1990er-Jahren fanden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen statt: 1984 wurde der Turbinenauslauf erneuert, 1985 die Turbinen saniert. Es folgte die Erneuerung des Grundablass-Schützes im Jahr 1988 und die Erneuerung des Rechengitters im Jahr 1993. 1996 wurden Fallschütz und Rechenputzanlage automatisiert und eine Wasserstands-Regelung eingebaut.
Im Jahr 2000 verkaufte Irene Slavik das Werk an die Energie Steiermark AG (ESTAG), die 2001 einen Syndikatsvertrag mit der VERBUND-Austrian Hydro Power AG abschloss. Das Betriebsgebäude wurde der STEWEAG - STEG Ges.m.b.H. (SSG) übergeben.