In den 1980er-Jahren stellten die Planer der Tauernkraftwerke AG Überlegungen an, den Höhenunterschied, den das Wasser der Gunggl-Bachfassung bis zum Verbindungsstollen zum Stilupp-Speicher zurücklegt, in einer Zwischenkraftwerksstufe abzuarbeiten.
Die Vorarbeiten zum Ausbruch der Kraftwerks-Kaverne begannen 1986, der eigentliche Bau des Kraftwerks unter der Firma Universale Bau erst drei Jahre später, sodass 1990 die Anlage in Betrieb gehen konnte.
Nach Fertigstellung der maschinellen Einrichtung und der Durchführung von Probeläufen zeigten sich Risse in der Druckwasserleitung, die durch die Energie des einströmenden Wassers in Verbindung mit Lufteinschlüssen hervorgerufen wurden.
Um dieses Problem zu beheben, wurde parallel zu den zwei Turbinen ein Druckminderer zur Energievernichtung eingebaut, der es ermöglicht, den Durchfluss zu variieren und somit auf die unterschiedlich hohen Zuflussmengen aus der Gunggl-Bachfassung zu reagieren.