Das Trinkwasserkraftwerk Kolbnitz liegt am nördlichen Rand der Ortschaft Kolbnitz an der Hattelbergstraße auf 819,00 m Seehöhe. Unmittelbar westlich führen die Druckrohrleitungen der Reißeck-Kraftwerke vom Pumpwerk Hattelberg in die Kraftstation Kolbnitz, östlich befindet sich der Hochbehälter Zandlach.
Die in den Südhang eingebaute Kraftstation ist 8,45 m lang und 4,50 m breit. Ihre maximale Höhe beträgt etwa 9 m. Der auf rechteckigem Grundriss errichtete Bau besitzt glatte, hellgrau gestrichene Außenflächen und ein versetztes Pultdach, dessen Höhendifferenz zur Belichtung des Gebäudes mittels eines Fensterbandes genutzt wird. Im nördlichen, höher gelegenen Raumteil ist die Kraftstation untergebracht, im südlichen, tiefer gelegenen Teil die Entsäuerungsanlage für das Trinkwasser. Die Erschließung der Kraftstation erfolgt von Westen durch eine zweiflügelige Tür mit Oberlichte, die Entsäuerungsanlage ist durch eine einflügelige Tür von Süden zugänglich.
Im Inneren erfolgt die Erschließung durch eine Stiege, die den Niveauunterschied zwischen Maschinenraum und Entsäuerungsanlage überwindet. Die Betonoberflächen der Innenwände und die verschalten Untersichten der Dachflächen sind weiß gestrichen.
- Triebwasserweg:
Das Wasser wird von vier Quellen im Bereich des Mühldorfer Grabens, deren Wasserspiegel auf 1.288,60 m Seehöhe liegt, unter Nutzung der Stollensysteme der Reißeck-Kraftwerke zur Kraftstation geleitet. Die Rohrleitungen sind 3,706 km lang.
- Abtransport von Triebwasser:
Nach Abarbeitung und Entsäuerung des Wassers wird es in den Hochbehälter Zandlach geleitet und in der Folge in die Trinkwasserversorgung eingespeist. Durch die 9 l/sec Trinkwasser befördernde Leitung wird der Trinkwasserverbrauch von ganz Kolbnitz abgedeckt.