Die Basis für den Ausbau des Bereichs "Mittlere Salzach" zwischen Schwarzach und Werfen wurde in den 1970er-Jahren gelegt, als man mehrere Varianten erstellte und prüfte. Das Spektrum reichte vom sechsstufigen Ausbau mit einem Ausleitungs-Kraftwerk als unterster Stufe mit einer Wehranlage bei Werfen und einem Krafthaus bei Golling bis zum Einstufenprojekt zwischen Schwarzach und Golling. Erste rechtliche Grundlagen schuf ein 1977 geschlossener Kooperationsvertrag zwischen der Tauernkraftwerke AG (TKW) und der Salzburger AG für Elektrizitätswirtschaft (SAFE), der die Aufteilung von Kosten und Leistungen bei der Errichtung von "Gemeinschaftskraftwerken" festlegen sollte. Die Planung und Ausführung der Bauten oblag der Planungsabteilung der TKW mit ihrem Hausarchitekten Konrad Aufhammer, der spätere Betrieb der SAFE. Die Baukosten sowie die Eigentumsrechte wurden an beide Firmen zu gleichen Teilen vergeben.
1981 erfolgte die Genehmigung für einen sechsstufigen Ausbau durch Beschlüsse der Aufsichtsräte beider Gesellschaften. Alle Kraftwerke sollten mit drei Wehrfeldern mit Segmentschützen und aufgesetzten Klappen sowie je zwei horizontalen Kaplan-Rohrturbinen mit Drehstromgenerator ausgestattet werden.
Bereits im Vorfeld der Planung gab es eine breite Diskussion über die nicht genutzten Gestaltungsmöglichkeiten von Kraftwerken an der Salzach, speziell der damals in Bau befindlichen Werke Bischofshofen und Urreiting. Als der öffentliche Druck auf die Verantwortlichen immer größer geworden war, setzte der damalige Landeshauptmann Wilfried Haslauer 1984 eine Konsulententeam ein, dem auch der Architekt Gerhard Garstenauer angehörte. Nachdem das Kraftwerk St. Johann noch nach den Plänen von Konrad Aufhammer errichtet worden war, lieferte Garstenauer 1990 gemeinsam mit seinem Partner Gerhard Cziharz Pläne für das Werk Kreuzbergmaut, das an einer Engstelle nördlich von Bischofshofen errichtet werden sollte. SAFE und TKW beschlossen schließlich, das Werk etwa 700 m flussabwärts neben der Kläranlage Salzach-Pongau zu errichten.
In der letzten Jännerwoche 1993 begann man mit der Einrichtung der Baustelle und mit dem Humusabtrag. Rechtsufrig wurde ein Umleitungsgerinne für die Salzach ausgebaggert und die Abdichtung der Baugrube mittels Längsschlitzwänden und Schmalwänden ausgeführt. Ende April erfolgte die Umleitung der Salzach in das Umleitungsgerinne, danach folgte der Aushub von etwa 104.000 m³ Erdmaterial für die Baugrube. Als Vorsichtsmaßnahme gegen den Seitendruck in Fließrichtung wurden 145 vorgespannte Anker in den Boden getrieben, die ab 26. Juli 1993 im Zuge der Betonierarbeiten an der Wehranlage und am Krafthaus mit den einzelnen Blöcken vergossen wurden. Zur selben Zeit erfolgten die Eintiefungs-Baggerungen im Unterwasser-Bereich und im Oberwasser Dammschüttungen und Ufersicherungen. Der oberhalb der Baustelle in die Salzach einmündende Fritzbach wurde etwa 500 m flussabwärts in das Unterwasser umgeleitet und als Fischpass ausgebaut.
Nach Abschluss der Betonierarbeiten an der Wehranlage im März 1994 folgte die Montage der stahlwasserbaulichen Teile durch die Firma Künz. Die Arbeiten am Krafthaus dauerten noch bis Dezember des Jahres an. Ende September 1994 konnte die Baugrube geflutet und somit die Salzach wieder in ihr altes Bett zurückgeleitet werden. Im Jänner 1995 begannen die Montagearbeiten an den beiden Rohrturbinen und ab April an den beiden Generatoren. Zwischen März und Mai erfolgte der erste Aufstau und mit den Inbetriebnahmen der beiden Maschinen Ende Juni und Mitte Oktober konnten der maschinen- und elektrotechnische Ausbau abgeschlossen werden. Die letzten Uferbau-Maßnahmen wurden im Dezember 1995 beendet.