Das Draukraftwerk Paternion liegt etwa einen Kilometer nördlich der Ortschaft Paternion. Die Zufahrt erfolgt vom südlichen Ufer über die Paternioner Landesstraße, die den Fluss an der Unterwasser-Seite des Kraftwerks quert.
Die Kraftwerke Villach, Kellerberg und Paternion sind nach demselben Konzept mit jeweils zwei Maschinenpfeilern und drei zwischen den Maschinenpfeilern und den Uferpfeilern liegenden Wehrverschlüssen errichtet. Die Brücke der Landesstraße führt im Unterwasserbereich des Kraftwerks über die Drau.
Die beiden Maschinenpfeiler sind jeweils 20 m breit und insgesamt 64 m lang. Bei einer Höhe von etwa 30 m ragen sie im Unterwasser durchschnittlich 13,4 bis 14 m über dem Wasserspiegel auf. Die Flachdächer sind in die Kraftwerksbrücke integriert und enthalten je einen zweigeteilten, verschiebbaren Montagedeckel. Die aus schalrein belassenem Beton bestehenden, glatten Flächen der Pfeilermauern sind an der Unterwasser-Seite schräg geneigt.
Unterhalb des Bodenniveaus der Kraftwerksbrücke führt an der Unterwasser-Seite ein Verbindungsgang über die gesamte Länge des Kraftwerks und erschließt Maschinenpfeiler und Nebenräume. Die Außenseiten sind als glatte Sichtbetonflächen belassen, die Fensterflächen wurden dem tragenden Gerüst aus Betonpfeilern vorgeblendet und bilden dadurch eine kontinuierliche Belichtungsfläche, die Aussicht auf die unterwasserseitige Landschaft gewährt. Die großformatigen Fassadenöffnungen sind im Bereich der Maschinenpfeiler quadratisch und erstrecken sich über die ganze Raumhöhe, im Bereich der Wehrfelder sind sie rechteckig. Die Fassadenöffnungen sind jeweils in querrechteckige, verglaste Felder unterteilt. Ein umfangreiches Bepflanzungskonzept umfasst Pflanztröge mit Sträuchern und Kletterpflanzen an den Pfeilern und den uferseitigen Gebäuden, die Begrünung von Flachdächern und eine Grünraumplanung für die Umgebung.
Im Inneren der Maschinenpfeiler erweitert sich der Verbindungsgang zu einer Plattform, auf der die Steuerschränke für die Wehrverschlüsse angeordnet sind. Die Erdgeschoß-Ebenen der beiden Maschinenräume sind über symmetrisch angelegte, einarmige Stiegenabgänge von der Plattform des Verbindungsganges und von der Brücke der Rechenreinigungs-Maschine im Oberwasser-Bereich zugänglich. Die Betonmauern sind in den Innenräumen hellgrau beschichtet, neben den Fensterflächen des Verbindungsganges sorgt je ein kleines, hochrechteckiges Fenster an den Pfeilerwangen für Tageslicht. Im Zentrum der Betondecke befindet sich über den Maschinensätzen ein großer Montagedeckel. Der Maschinenraum-Kran ist mittels Untergurt-Zug an zwei Metallschienen an der Decke aufgehängt. Die zylindrischen Generatoren-Abdeckungen sind auf Bodenniveau des Erdgeschoßes angeordnet und von einem Geländer umgeben.
Über eine zweiarmige Stiege erfolgt der Abstieg zu den unteren Geschoßen mit Zugängen zu Generatoren und Turbinen, wobei sich Blockleitstände, Turbinenregler und Hauptumspanner im ersten Untergeschoß, eine 20 kV-Schaltanlage im zweiten Untergeschoß, sowie Lüftungs- und Druckluft-Zentrale im dritten Untergeschoß befinden.
Die drei je 16 m breiten Wehröffnungen sind mit beweglichen Wehrverschlüssen mit einer Verschlusshöhe von 11 m ausgestattet. Die Werksbrücke mit Portalkran besitzt einen öffentlich zugänglichen Übergang, der durch ein Gitter vom Kraftwerksbereich mit der Kranbühne abgetrennt ist.
Das Farbkonzept sieht für Metallteile und technische Ausstattung wie Geländer, Gitter, Stahlträger, Rechenreinigungs-Maschine und Portalkran ein mattes Grün vor. Die Fenster- und Torrahmen des Verbindungsganges und der Einfahrt an der Unterwasser-Seite sind bei jedem der drei Kraftwerke in einer anderen Farbe gehalten - die Farben wirken dadurch als Unterscheidungsmerkmal der Werke.
Beim Kraftwerk Paternion wurde für die Beschichtung der Fenster- und Torrahmen ein roter Farbton gewählt.
Am südlichen Ufer befindet sich in Fortführung der Kraftwerksachse der Werkstätten- und Bürotrakt, der nahezu spiegelbildlich identisch mit jenem des Kraftwerks Kellerberg ausgeführt ist. Sein Dach wird von der Kraftwerksbrücke gebildet, ein Betonpfeiler teilt die Unterwasseransicht in zwei quadratische Öffnungen, deren Ausfachungen aus querrechteckigen Glasfeldern in rot beschichteten Stahlrahmen besteht. Eine der beiden Ausfachungen ist als Fixverglasung mit zwei öffenbaren Feldern, die zweite als vierteiliges Falttor ausgebildet. Die Werkstätte erhält auch durch ein querrechteckiges Fenster an der Oberwasser-Seite Tageslicht. Ein Verteilerraum enthält Zugänge zur Werkstätte und zu Büroräumen, ein zweiarmiger Stiegenaufgang führt zum Verbindungsgang.
Die Autostraße an der Unterwasser-Seite ruht auf Betonkonsolen, die an den Spornen der Kraftwerkspfeiler anschließen. An die Fahrbahn der Rechenreinigungs-Maschine anschließend befindet sich gegen das nördliche Ufer eine ummauerte und abgedeckte Lagergrube für die Dammtafeln.
Im Bereich des Kraftwerks Paternion wurden zwei Fischaufstiegshilfen errichtet; der mit Dämmen ausgestattete Stauraum ist 6 km lang.