Die zum Ausleitungskraftwerk Rosegg-St. Jakob gehörende Kraftstation liegt am östlichen Ende der Rosegger Drauschleife, südlich der namensgebenden Ortschaft Rosegg. Von der Verbindungsstraße zwischen St. Jakob und Rosegg zweigt eine Zubringerstraße ab nach Osten, die entlang des Ausleitungskanals zur Kraftstation führt.
Die annähernd in Nord-Süd-Richtung orientierte Kraftstation ist über einer Fläche von 41,60/ 31,60 m errichtet. Die Höhe der Kraftstation beträgt insgesamt 43,90 m, über der Umspanner-Plattform an der Unterwasser-Seite ragt der Bau 17,30 m auf.
Hauptansicht des mit einem begrünten Flachdach versehenen Gebäudes ist die gegen das Unterwasser gerichtete Fassade: Das konstruktive Gerüst der Ortbeton-Pfeiler, welche die Kranbahn und die Decke der Kraftstation tragen, bleibt durch die zurückversetzte Positionierung der Ausfachungswände sichtbar. Zwischen den leicht vorspringenden Ortbeton-Elementen der Kranbahn und der Attikazone ist ein Fensterband mit drei vorgeblendeten Metallschienen angeordnet.
Die beiden Stirnseiten sind großteils im aufgeschütteten und begrünten Gelände verborgen und mit Kletterpflanzen bewachsen. An der zum Oberwasser orientierten Längsseite befindet sich etwa drei Meter über dem Dach der Kraftstation erhöht die Plattform für die Bahn der Rechenreinigungs-Maschine, deren Traufe mit Ortbeton- und Fertigteil-Betonplatten eingefasst ist.
Die Zufahrt zur Maschinenhalle erfolgt über ein Schiebetor mit integrierter Tür an der nördlichen Stirnseite, das bis zur Höhe der Kranbahn reicht. Oberhalb der Kranbahn ist ein querrechteckiges Fensterfeld in der Breite des Tores angeordnet. Das Tor wird von je einem Abfallrohr flankiert, das unter einem auskragenden Beton-Rinnenkasten an der Attika beginnt und von einer Betonhalterung im Bereich der Kranbahn umfasst wird.
Die Maschinenhalle nimmt mit mehr als 41 m die gesamte Länge der Kraftstation ein, ihre Breite beträgt etwa 17 m, ihre Höhe etwa 14,50 m. Das tragende Gerüst der in unterschiedlichen Abständen rhythmisch angeordneten Sichtbeton-Pfeiler und die horizontalen Lasten der Kranbahn und der Rippen-Decke prägen den Raum. An der Kranbahn sind Leuchtstoffröhren zur Ergänzung des spärlich einfallenden Tageslichtes angebracht. Die massiven Stirnseiten und die Ausfachungen der Unterwasser-Seite sind verputzt und weiß beschichtet. In den Boden sind leicht vertieft die kreisförmigen Generatoren-Abdeckungen eingelassen, deren petrolfarbiger Anstrich mit den rötlich-braunen Klinkerplatten des Bodenbelags kontrastiert. Die Abdeckungen werden von Metallrohr-Geländern kreisförmig umschlossen. Im Zentrum der Generatoren ragen die orangen Gehäuse der Ölzuführungsböcke mehr als 2 m in die Halle auf. Die beiden Hallenkräne, die Innenseite des Einfahrtstores, die Geländer und die Rahmen der Fensteröffnungen sind leuchtend rot beschichtet.
Oberwasserseitig sind auf drei Geschoßen offene Galeriegänge ("Dienstgänge") angeordnet, deren Brüstungen als in die Hallenstützen eingespannte Träger konstruiert wurden. Von den Galerien werden die Räume des Anlagenteils erschlossen, die im Hohlraum über dem Turbineneinlauf vor der Rechenbrust situiert sind: Im ersten Obergeschoß befinden sich Aufenthaltsräume, Büros und der Kabelboden, im zweiten Obergeschoß Batterie-, Gleichrichter- und Relais-Räume, und im dritten Obergeschoß Magazin- und Archivräume. Die Nebenräume sind gegen die Gänge mit weiß beschichteten Wänden abgeschlossen und erhalten über Fensterfelder Licht von der Halle. Die vertikale Erschließung der Galeriegeschoße erfolgt mittels der an der nördlichen Stirnfront angeordneten, zweiarmigen Hauptstiege. Auf der Ebene des Maschinenhallen-Flurs befinden sich oberwasserseitig die Kühlwasser-Versorgung und an der Unterwasser-Seite die Einrichtungen zur Druckluft-Versorgung. Der Abgang zu den Untergeschoßen kann außerdem von der Südseite über eine zweiarmige Stiege erfolgen. In den Untergeschoßen sind die Zugänge zu den Maschinensätzen, der Blockleitstand, eine Werkstätte, Magazine und weitere technische Einrichtungen situiert.
Hinter der Oberwasser-Mauer der Kraftstation ist die Spülrinnenbewässerung der Rechenreinigungs-Anlage situiert. Entlang der südlichen Stirnmwand führt eine Schwemmzeug-Rinne vom Ausleitungskanal ins Unterwasser. Vor der Unterwasser-Fassade sind auf einer Plattform die beiden Block-Umspanner und zwei Umspanner für den Eigenbedarf situiert, an der Plattform-Kante befindet sich die Bahn des Unterwasser-Dammtafel-Krans. Kontrollgänge sind in der Einlaufschwelle und am Fuß des unterwasserseitigen Ballastraumes angeordnet. Am rechten Ufer des Ausleitungskanales sind oberwasserseitig ein Dammtafel-Lagerplatz, und auf einem Hügel im Bereich des Unterwassers eine Freiluft-Schaltanlage situiert, zu der die Freileitungen von der Unterwasser-Traufkante der Kraftstation aus abgespannt werden.
Im Bereich des Unterwassers erfolgte eine Eintiefung des Flussbettes auf einer Länge von 2,5 km. Die Entnahmestrecke der Drau wird durch ein "Absturzbauwerk" mit Sohlschwelle und Tosbecken abgeschlossen, das zur Überleitung des Wassers in die eingetiefte Unterwasser-Strecke dient.