Die Stufe Stammham staut den Inn über die Alzmündung und den Mittlinger Bach hinaus ein. Zwar führt der Alzzufluß durch die teilweise Ableitung in den Alzkanal nach Holzfeld in die Salzach normalerweise nur etwa 10 m3/s, bei Hochwasserereignissen muss aber mit erheblichen Kieseintrag in das Innbett gerechnet werden.
Das der Mündung gegenüberliegende Ufer mit der Bahnlinie nach Simbach musste daher geschützt un ddurch Buhnen gesichert werden. Die einhaltung der Stauhöhe erfordert Baggerungen.
Im Norden begrenzt die Dachleite, der alte über 100 m hohe Prallhang des Inn mit fast senkrecht abbrechenden Wänden, das Tal. Es sind die Höhen des tertiären Hügellands mit der Erosionsfront der Dachlwand und dem Innhorn, die bis an den Fluß herantreten.
"Dachln" heißen die Dohlen, die in den Steilhängen nisten.
Dammbauten sind oberstrom bei Holzhausen und in größerem Umfang zum Hochwasserschutz von Marktl erforderlich. Unterlieger ist die Stufe Braunau, die das Unterwasser etwas einstaut.
Drei Maschinensätze arbeiten in dem in Flachbauweise errichteten Kraftwerk Stammham. Die Kaplanturbinen sind mit Schirmgeneratoren direkt gekuppelt, die für eine Leistung von 10 MVA bei einem Leistungsfaktor von cos=0,8 ausgelegt wurden. Zwei Transformatoren mit je 16 MVA spannen in der Freiluftschaltanlage den Strom von 6,3 auf 110kV hoch. Das Kraftwerk ist in die Leitung Neuötting-Braunau, die am linken Innufer verläuft, eingebunden.