Das Kraftwerk Steinfeld war 1924 von einer Genossenschaft errichtet worden, die aus den fünf Gemeinden Steinfeld, Kleblach, Lind, Weisach und Greifenburg bestand. Im Jahr 1935 zerstörte ein Bergsturz das Gebäude, der Wächter des Elektrizitätswerkes kam dabei ums Leben. Nun übernahm das Kraftwerk Mühldorf die Stromversorgung, jedoch auf Basis eines Stromlieferungs-Vertrages, der für die Gemeinden der Genossenschaft sehr ungünstig gestaltet war. 1936 baute man daher ein neues Kraftwerk in eine Kaverne 30 m in den Berg hinein, um vor künftigen Steinschlägen, Lawinen und Muren sicher zu sein. Die Kraftwerks-Genossenschaft hatte sich inzwischen um die Gemeinden Lessnig und Obergottesfeld erweitert.
Im Verlauf der Verstaatlichung der Elektrizitätsversorgung nach 1947 übernahm gegen den heftigen Widerstand der Genossenschafter die Kärntner Elektrizitäts-AG (KELAG) das Kraftwerk. Als Ablöse erhielten die Genossenschafter von der KELAG Stromdeputate im Ausmaß von 26 KWh pro Anteil auf die Dauer von 30 Jahren.
Nachdem das Wasser des Grabaches 1956 für das Speicherkraftwerk Reißeck-Kreuzeck abgeleitet worden war, erwarb die Österreichische Draukraftwerke AG (ÖDK) das Kraftwerk Steinfeld und führte in den folgenden Jahren Adaptierungsarbeiten durch.
1995 wurde die Maschine 1 still gelegt und in die Maschine 2 ein neuer Generator eingebaut.