Das Kraftwerk Teigitschmühle liegt im unteren Teigitschgraben in der Weststeiermark, nahe dem Krafthaus Arnstein. Man erreicht das Kraftwerk über einen von der Teigitschstraße II nach Osten abzweigenden Zufahrtsweg.
Das Kraftwerks-Ensemble besteht aus dem in einen Hang gebauten Maschinenhaus, der Umhausung der Turbinenschächte, dem erhöht darüber liegenden Wasserschloss und dem großen, hakenförmigen Trakt des Baumagazins.
Maschinenhaus
Das Maschinenhaus ist über rechteckigem Grundriss auf einer Fläche von etwa 10,6/5,3 m errichtet und etwa 6,7 m hoch. Es wurde mit seiner südwestlichen Stirnseite in den Hang gebaut und von einem Walmdach mit Dreiecksgaupen abgeschlossen. Seine Außenflächen sind glatt verputzt und gestrichen, die Laibungen der Fensteröffnungen sind abgeschrägt und mit Faschen umgeben.
Ursprünglich befand sich die Einfahrt zum Maschinenraum an der nordwestlichen Längsseite, an der ein dreiteiliges Einfahrtstor angeordnet ist. Zwei Lunettenfenster mit Sprossenteilung und vier oberhalb der Kranbahn angeordnete, quadratische Fenster mit Sprossenkreuz belichten das Innere des Maschinenraumes.
Die südöstliche, nunmehr als Eingangsseite benützte Längsmauer des Maschinenhauses ist wegen der vorgebauten Turbinenschächte nur zur Hälfte sichtbar: Ein breites Rundbogenfenster mit Kämpfer, drei Flügeln und Sprossenteilung ist oberhalb der einflügeligen Zugangstür angeordnet, während sich oberhalb der Kranbahn zwei kleine, quadratische Fensteröffnungen mit Sprossenkreuz befinden.
Das Innere des Maschinenhauses besitzt glatt verputzte Mauern, welche die Konsolen der Kranbahn tragen. Darüber tragen schmälere Wände den Dachstuhl und die flache, glatt verputzte Decke. Im südwestlichen Teil des Raumes ist der Generator des Maschinensatzes situiert, dessen horizontale Welle durch eine Öffnung in der südöstlichen Längsmauer mit den beiden Turbinenrädern gekoppelt ist.
Die Umhausung der Turbinenschächte schließt an die südöstliche Längsseite des Maschinenhauses an und besteht aus hohen, horizontal geschalten Sichtbetonmauern, deren Wangen mit abgetreppten Mauern gestützt werden. Der Boden der von einem Geländer umgebenen Plattform besteht aus Lichtgitter-Feldern, die in die Betonrahmenkonstruktion eingelassen wurden.
Wasserschloss
Das schmale, auf rechteckigem Grundriss errichtete Wasserschloss befindet sich auf der Anhöhe über den Turbinenschächten. Seine glatt verputzten Außenflächen besitzen an den Längsseiten je drei hochrechteckige, schmale, mit Quersprossen geteilte Fensteröffnungen, ein einfach gestuftes Gesimse schließt die Mauern unter dem Satteldach ab.
Baumagazin
Der an die nordöstliche Stirnwand des Maschinenhauses angebaute, hakenförmige Trakt besitzt die Maße von etwa 30,1/9,3 m und 16,5/8,3 m, ist eingeschoßig und mit Satteldächern gedeckt. Über einem werksteinverkleideten, überschlämmten Sockel sind die mit hochrechteckigen Fenstern versehenen Außenflächen glatt verputzt und gestrichen.
Triebwasserweg
Der Oberwasserkanal zwischen dem Krafthaus Arnstein und dem Kraftwerk Teigitschmühle ist 830 m lang. Über eine südöstlich der Turbinenschächte angebaute Stauklappe kann der Oberwasserkanal mit dem Unterwasserkanal, der in der Folge in die Teigitsch mündet, verbunden werden.