Das Laufkraftwerk Tuxbach liegt im Gemeindegebiet von Finkenberg im Ortsteil Dornau, an einem Hang etwa 800 m südwestlich des Kraftwerks Bösdornau. Das Ensemble besteht aus dem Krafthaus, dem 45 m langen offen verlegten Druckrohr von der Tuxbachfassung, den Zuleitungen von Tux- und Zemmbach sowie der Entsandungsanlage mit dem Ausgleichsbecken Großdornau.
Der schlichte Baukörper des Krafthauses am Rande des Ausgleichsbeckens liegt inmitten einer Alm und deutet auf den ersten Blick nicht auf ein Krafthaus hin. Ein braun gestrichener Sockel und ein grünlich schimmerndes Walmdach spiegeln die in der Umgebung vorkommenden Farben wider und gliedern sich dadurch gut in das Umfeld ein. Die Fassaden sind durch rechteckige Fenster und stellenweise dunkelbraune Gesimse stark horizontal gegliedert. Der Schaltraum ist in die Gebäudestruktur integriert und von außen nur durch die geänderte Fensterteilung an der Ostseite erkennbar. Die Teilung der Westfassade hingegen bleibt regelmäßig und symmetrisch.
Der Maschinenraum besitzt auf beiden Längsseiten je drei Fensterachsen mit je zwei übereinander liegenden längsrechteckigen Fenstern mit kreuzförmiger Sprossenteilung. Das Kellergeschoß ist dunkelbraun, das Erdgeschoß hellbeige gestrichen.
Im Inneren befinden sich zwei Räume: der größere Maschinenraum und der angrenzende kleinere Schaltraum mit einer 25 kV-Schaltanlage. Die materialtechnische Gestaltung der Räume ist ident mit dem "Mutterkraftwerk" Bösdornau: kleine, horizontal-rechteckige Fenster mit Sprossenkreuz, Schachbrettfliesen und über dem orange-farbenen Brückenkran eine holzvertäfelte Decke.
Im Südosten an das Gebäude anschließend befindet sich die Entsandungsanlage für das Ausgleichsbecken Großdornau. Dieses wird durch die Zuleitungen von Tux- und Zemmbach sowie durch das Unterwasser der Turbine im Krafthaus gespeist und dient als Speicher für das darunterliegende Kraftwerk Bösdornau.