Was bei kleinen Akkus oder einfachen Batterien gut funktioniert, ist industriell in großen Mengen nicht möglich: Strom lässt sich bis heute nicht besonders effizient speichern. Daher muss zu jeder Zeit so viel Strom erzeugt werden, wie gerade verbraucht wird; aber auch soviel verbraucht werden, wie erzeugt wird. Und zwar nicht nur in Österreich, sondern in ganz Europa.
Die Natur hat einen anderen Rhythmus
Je mehr alternative Energiequellen in Europa genutzt werden – z. B. Solaranlagen im sonnenreichen Süden, Windkraftanlagen im stürmischen Norden –, desto weniger vorhersehbar wird die Stromerzeugung. Denn der Zeitpunkt, zu dem die Sonne scheint oder der Wind weht, deckt sich nicht immer mit den menschlichen Gewohnheiten des Stromverbrauchs.
In der Nacht laufen die Pumpen ...
Pumpspeicherkraftwerke sind langfristig die einzige Möglichkeit, Strom effizient zu speichern. Steht z. B. nachts viel Strom aus Windkraftwerken zur Verfügung, wird damit Wasser aus einem tiefer liegenden Speichersee in einen höher gelegenen gepumpt. Die überschüssige Energie aus dem Wind wird also in Form von Arbeit gespeichert.
... und am Tag die Turbinen
Wird tagsüber mehr Strom verbraucht, als gerade erzeugt wird, kann innerhalb von wenigen Sekunden Wasser aus dem Speichersee in ein tiefer liegendes Krafthaus abgelassen werden, wo der Wasserdruck eine Turbine antreibt. So kann Strom bei Bedarf binnen weniger Minuten ins Netz gespeist werden.
Beim Pumpspeichern lässt sich dasselbe Wasser mehrmals nutzen, um Strom ökonomisch und ökologisch sinnvoll zu speichern.