Da sich das Kraftwerk Roßhag in einem lawinengefährdeten Gebiet befindet, musste die gesamte Konstruktion entsprechend massiv ausgeführt werden, wobei die Bauteile einem Druck von 20 bis 50 t/m² stand halten. Für den Aushub der Baugrube mussten insgesamt zehn Tiefbohrlochsprengungen durchgeführt werden. Das Gebäude ist in schalreinem Ortbeton, ergänzt mit Beton-Fertigteilen, ausgeführt und durch Bewegungsfugen in drei etwa gleich lange Blöcke unterteilt. Das Dach über der Maschinenhalle besteht aus Stahlbeton-Fertigteilen. Die bergseitigen Verteilrohrleitungen wurden in einem massiven Betonblock eingebaut.
Die Einbetonierung der Pumpen und Turbinenspirale sowie die feste Verbindung des Gebäudes mit dem Fels verursachten jedoch Spannungen. Im Hochbaubereich wurden im Abstand von etwa 6 m Pfeiler betoniert, die durch zwei etwa 8, bzw. 15 m über dem Maschinenflur liegende, horizontale Stahlbetonbalken miteinander verbunden wurden. Der untere Balken ist mit Vorspannankern mit dem Fels verbunden, der obere Balken dient der Hangsicherung und bildet zugleich das bergseitige Auflager der Dachplatte. Die Flachdächer sind beschüttet und begrünt. Die Betonoberflächen sind innen hell beschichtet, in der Maschinenhalle sind der Fußboden und der untere Teil der Wände mit roten Klinkerplatten ausgekleidet. Die Verschlüsse sind als Panzertüren ausgebildet.