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08. März 2012

Unsere Zukunft wird spannend

Unsere Zukunft wird spannend, ist sich Bertram Weiss sicher. Als Projektleiter von „VERBUND-Smarthome“ ist er immer am Puls der Zeit – und unmittelbar an den Wünschen der Kunden dran.

Wer sind die Kundinnen und Kunden der Zukunft?

Und was brauchen sie? Innovation Manager Bertram Weiss ist seinen Kollegen berufsbedingt schon einen Schritt voraus: „Unsere Kundinnen und Kunden der Zukunft werden Prosumer sein“, meint er, „also Produzierende und Konsumierende, in einem.“
Das heißt: Der Kunde oder die Kundin wird nicht nur Strom verbrauchen, sondern auch Strom erzeugen, beispielsweise mit der eigenen Photovoltaikanlage. Natürlich will man dann auch wissen, wie viel Strom die eigene Anlage abwirft, und kontrollieren, wie viel man wofür verbraucht hat. „Da tut sich derzeit sehr viel, denn das Thema Energie geht uns alle privat an.“

 

Zwei Schienen: „VERBUND-Smarthome“.

Im zukunftsträchtigen Projekt, das Bertram Weiss mit Begeisterung leitet, wird dieser Trend berücksichtigt: Denn das „VERBUND-Smarthome“ deckt beide Schienen ab, wie Bertram Weiss erklärt: „Einerseits wird für die Kundinnen und Kunden – via iPhone, iPad oder PC – die Energieeffizienz ihres Haushalts sichtbar, andererseits können sie selbst steuernd eingreifen.“ Und das auch von unterwegs. Besonders, wenn man selbst Strom erzeugt, wird „Schalten und Steuern“ sinnvoll. Derzeit wird „VERBUND-Smarthome“ bei rund 230 interessierten VERBUND-Kundinnen und Kunden und bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern getestet. „Man bekommt ganz einfach ein Gefühl für den eigenen Stromverbrauch – ohne dass man sich technisch auskennen muss.“

Spielerisch ans Ziel.

Ein einfaches Programm, das auch unterwegs abrufbar ist, macht den Stromverbrauch des Haushalts und der einzelnen Geräte sichtbar. „Man hat einen besseren Vergleich als bisher und findet auch heraus, wenn beispielsweise ein Kühlschrank ein Energiefresser ist“, so Bertram Weiss, der selbst das System zuhause testet. „Unabhängig von Zeit und Raum kann man auch die elektronischen Gerate im Haushalt fernsteuern.“
Man hat den Komfort – und die Kontrolle. Aber ist das nicht recht kompliziert?
Bertram Weiss lacht. „Das Programm ist intuitiv zu bedienen, also ganz einfach. Aber zurzeit freuen sich noch besonders die Technikaffinen darüber.“ So spielerisch und technikverliebt man sich damit noch auseinandersetzen mag – so praktisch und nützlich ist jedoch der Effekt. „Wir vergleichen auch im Projektteam und finden dabei heraus: Wer ist punkto Energieverbrauch am sparsamsten?“ Außerdem ist das im Testlauf von den Kundinnen und Kunden gewonnene Datenmaterial für Bertram Weiss und sein Team enorm aufschlussreich. So nah kommt man den Kundenbedürfnissen selten – für VERBUND ergibt sich die Möglichkeit, noch besser zu erforschen, was die Menschen jetzt und in Zukunft brauchen. Und welche neuen Produkte und Services dafür entwickelt werden müssen. „Das Feedback wird laufend eingearbeitet.“

 

Schöne Herausforderungen.

Bertram Weiss hat ursprünglich Kulturtechnik und Wasserwirtschaft an der Universität für Bodenkultur studiert und im Rahmen des Studiums auch einige Zeit in Montpellier/Sudfrankreich verbracht. Mit seinem Schwerpunkt Abwasserwirtschaft und den so perfektionierten Französisch-Kenntnissen leitete er von Osterreich aus die Revitalisierung einer Klaranlage in Algerien. „Vieles hat sich einfach ergeben“, erinnert er sich an seine ersten beruflichen Jahre. So kam er schließlich 2006 zum Bereich Wasserkraft bei VERBUND: „Eine schone Herausforderung, technisches Wissen, Ökologie und Juristisches zu verknüpfen, ein richtig toller Mischmasch aus Kompetenzen.“ Als Projektmanager ist Bertram Weiss in seinem Element und hat 2010 die Innovationsabteilung im Bereich Energiemanagement mit aufgebaut.

Offen für Neues.

Was ihn am aktuellen Job als Projektleiter des „VERBUND-Smarthome“ reizt? „Wir können mit den Kundinnen und Kunden gemeinsam etwas Neues entwickeln, unsere Zukunft wird spannend.“ Die erste Stufe der neuen Entwicklung sei es, „dass jede und jeder die eigene aktive Rolle beim Energiethema erkennt“. Wohin sich das Projekt entwickeln wird, sei derzeit noch gar nicht absehbar. „Die Technologie ist sehr offen für neue Anwendungen. Das kann von der privaten Altenpflege über das Thema Sicherheit bis zu anderen Bereichen des täglichen Lebens gehen“, erahnt Bertram Weiss die vielfaltigen Nutzungsmöglichkeiten des „VERBUND-Smarthome“. Trends und Entwicklungen zu beobachten, zahlt zu Bertram Weiss, täglich Brot: „Ich halte Kontakt zu verschiedenen Firmen, um herauszufinden, welche Produkte gerade neu auf den Markt kommen.“ Und natürlich ist er mit internen und externen Entwicklungspartnern in ständigem Austausch, um die Zukunft von Smart Energy Systems und anderen Technologien zu diskutieren.

 

Überblick gewinnen.

Er selbst sei derzeit noch kein typischer Anwender des „VERBUND-Smarthome“: „Ich hab zwar viel übrig für die Technik, aber meine Wohnung liefert als gewöhnlicher Zwei-Personen-Haushalt ohne Photovoltaikanlage derzeit keine aufregenden Daten.“ Noch dazu, wo er auch außerhalb der Arbeit wenig zu Hause ist: Die Berge haben es ihm angetan und in seiner Freizeit bezwingt der Sportler sie in fast jeder erdenklichen Form: Klettern, Skitouren, Wandern. „Das ist ein wunderbarer Ausgleich zur Arbeit. Am Berg kann ich den Kopf durchlüften und Überblick gewinnen – nicht nur über die Landschaft, sondern über alles im Leben.“

Projekt „VERBUND-Smarthome“

Energie effizient einsetzen – das steht im Mittelpunkt des Pilotprojekts, das im Oktober 2011 gestartet wurde. Ein erstes Ziel ist es, in Zukunft den Stromverbrauch des Haushalts (und einzelner Geräte) für die Kundinnen und Kunden via iPhone, iPad oder PC sichtbar und kontrollierbar zu machen. Außerdem sind dabei die einzelnen elektronischen Geräte im Haushalt auch individuell und bei Bedarf von unterwegs zu steuern. Seit Oktober testen 20 VERBUND-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen das „VERBUND-Smarthome“- Servicepaket. Ende November 2011 wurden auch 230 externe Pilotkundinnen und -kunden in den Testlauf eingebunden. Ein Viertel von ihnen verfügt über eine Photovoltaikanlage, die mit diesem System ebenfalls überwacht werden kann.

Bertram Weiss ist seit 2006 bei VERBUND als Innovation Manager für das Projekt "Smarthome" verantwortlich.

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