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15. März 2012

Innovationen der Vergangenheit: Das elektrische Bügeleisen

Anfangs sind Innovationen immer etwas Unglaubliches, die Zeit aber macht sie zur Selbstverständlichkeit. Zum Beispiel das Bügeleisen.

Hitzeerzeugung für das Bügeleisen: Kohle – Holz – Gas – Strom

Bügeleisen glätten durch Druck, Hitze und manchmal auch Feuchtigkeit Kleidungsstücke und Stoffe. Die Hitzeerzeugung geschieht heute fast ausschließlich über elektrische Heizelemente – aber das war nicht immer so.

Das frühe Bügeleisen – auf dem Ofen erhitzt, mit Kohlen gefüllt

Schon im 15. Jahrhundert gab es Bügeleisen in Form von massiven Metallplatten mit Griff, die auf einer heißen Ofenplatte erhitzt werden musste.

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurden Plätteisen aus Messing (auch Kasteneisen oder Stagleisen genannt) genutzt, die schon aus dem späten 17. und dem 18. Jahrhundert bekannt sind. Auf einem Feuer wurden eiserne Platten (Stagl) erhitzt, die anschließend von der durch eine Klappe verschlossenen Rückseite her in das Hohle Plätteisen eingeführt wurden um auch dies zu erhitzen.

 

Eine Weiterentwicklung im späteren 19. Jahrhundert war die Ochsenzunge: ein Eisenstück das von hinten in das Bügeleisen eingeschoben wurde. Auch gab es Wechselgriffbügeleisen, bei denen der Griff abgenommen werden konnte, wenn das Bügeleisen kalt war und auf ein weiteres noch heißes Eisen aufgesteckt wurde.

Im späten 19. Jahrhundert gab es auch noch die Form des Kohle-Bügeleisens, dabei wurden statt des erhitzten Eisenstückes glühende Kohlen oder Briketts eingefüllt.

Alternative Hitzeerzeugung – Das Gasbügeleisen

Auch Gasbügeleisen wurden  im 19./20. Jahrhundert verwendet – hauptsächlich in Bügelstuben. Manche dieser Gasbügeleisen wurden mit Schläuchen direkt an die Gasleitung angeschlossen, was allerdings das Risiko mit sich brachte, dass der Zuleitungsschlauch aufgrund der Bügelbewegung undicht werden konnte.  

Eine Alternative dazu boten Bügeleisen die mit einem Gasbrenner erhitzt wurden.


Innovation elektrisches Bügeleisen

Mit Einführung der Elektrizität und der fortschreitenden Elektrifizierung des Haushalts wurde schließlich auch das Bügeleisen elektrisch beheizt - anfangs ohne, später mit Thermostat zum Regeln der Temperatur. Zur damaligen Zeit eine Innovation und riesige Hilfe im Haushalt.

Für das Gehäuse wurde bis in die 1960er-Jahre Bakelit verwendet, danach ABS-Kunststoff. Der Haltegriff des Geräts war anfangs vorne offen, ab den 1970ern auch an der Rückseite.

 

Eine weitere Innovation ist das Dampfbügeleisen: Das Wasserfach hat hierbei meist ein Sichtfenster für den Füllstand.

Extrembügeln bis zur Weltmeisterschaft

Eine Weitere, speziell für die Weltmeisterschaft im „Extrembügeln“ entwickelte Form der Hitzeerzeugung in Bügeleisen erfolgt mit Hilfe von Chemikalien. Dazu wurde ein Verfahren entwickelt, bei dem das Bügeleisen durch eine chemische Reaktion erhitzt wird.

Bei der Weltmeisterschaft 2002 im Extrembügeln mussten auf einem ca. 3 km langen Parcours folgende fünf (Haupt-)Disziplinen des Extrembügelns bewältigt werden:

Forest Style: Bügeln im Wald, an oder auf Bäumen.
Water Style fasst alle sportlichen Aktivitäten auf, im und unter Wasser - insbesondere das Unterwasserbügeln mit Taucherausrüstung
Rocky Style bezeichnet die Disziplin, die im (Hoch-)Gebirge, an Steilhängen und Kletterwänden ausgeübt wird.
Urban Style: Bügeln im städtischen Umfeld, vorzugsweise an exponierten Orten und Gebäuden.
Freestyle zur freien choreographischen Ausgestaltung.

Quelle: Wikipedia

Weitere Bilder und Infos rund um die Geschichte des Bügeleisens unter:
http://www.buegeleisen.net/,
http://www.buegeleisensammler.de/,
http://www.saareisen.de/

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