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09. Mai 2012

Nachwuchs für das Kraftwerk

Manuel Schrefl und sein Kollege Bernhard Joksch werden von Beruf „Kraftwerker“. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich die begehrte Doppelberufsausbildung Elektrotechniker und Metalltechniker. Das bedeutet gleich zwei Lehrabschlüsse im Rahmen einer Ausbildung zu erlangen.

Lokalaugenschein: Der Wind pfeift ums Wärme-Kraftwerk Dürnrohr, das markant im Tullner Becken liegt. Der klassische Ausflug auf das 90 Meter hohe Kesselhaus, vom dem man einen wunderbaren Blick über die imposante Anlage und auf den 210 Meter hohen Kamin hat, entfällt bei einer Windgeschwindigkeit von 100 km/h. Unsere Begleiter Manuel Schrefl und Bernhard Joksch fühlen sich im Warmen sowieso wohler. 


Der Wind pfeift grimmig um den 210 Meter hohen Kamin des Kraftwerks Dürnrohr.

Beide Lehrlinge arbeiten am Kraftwerk Dürnrohr. Manuel Schrefl ist im dritten Lehrjahr, sein Kollege Bernhard  Joksch bereits im zweiten Jahr als Facharbeiter. Beide werden von Beruf „Kraftwerker“. Hinter dieser flapsigen Bezeichnung verbirgt sich die begehrte Doppelberufsausbildung Elektrotechniker und Metalltechniker. Das bedeutet gleich zwei Lehrabschlüsse im Rahmen einer Ausbildung zu erlangen. So erhalten sie die nötige Qualifikation zur selbstständigen und sensiblen Arbeit in unseren Kraftwerken. Im ersten Lehrjahr verbringen die Lehrlinge die meiste Zeit der Ausbildung in der Lehrwerkstätte Ybbs. 


Bernhard Joksch (sitzend), Manuel Schrefl und Ausbildner Alois Dittrich in der Schaltwarte des Kraftwerks.

„Am Anfang eine ziemliche Umstellung für jeden“, sind sich Manuel und Bernhard einig. Für manche Bewerber ist es eine große Überwindung, fast ein ganzes Jahr außerhalb ihrer gewohnten Umgebung zu verbringen. „Bei mir war es so, dass VERBUND-Lehrlinge aus ganz Österreich in Ybbs zusammen waren. Am Anfang wars gar nicht so einfach, sich mit den Tirolern zu verständigen“ schmunzelt Bernhard. Im vergangenen Jahr hat sich sein Ausbildungsjahrgang in Ybbs zu einem Erinnerungstreffen versammelt und Bernhard freut sich schon darauf, auch heuer die Kollegen wieder  zu sehen.


Es dauert Jahre, sich in einem Kraftwerk wie Dürnrohr auszukennen, darum werden die VERBUND-Lehrlinge ab dem zweiten Lehrjahr direkt in den Kraftwerken ausgebildet.

Alois Dittrich ist in Dürnrohr für die Lehrlings-Ausbildung ist sichtlich stolz auf seinen Nachwuchs. „Es sind Spitzenfacharbeiter“, lobt er seine jungen Kollegen. Schon ab dem zweiten Lehrjahr wird die Ausbildung dort fortgesetzt, wo die jungen Facharbeiter schließlich eingesetzt werden sollen. Bewerber aus der Region werden besonders gerne gesehen, denn oftmals gibt es  Bereitschaftsdienste. Kurze Anreisewege sind von Vorteil. Die Motivation zur Weiterbildung ist hoch. 


Vielseitigkeit ist gefordert: VERBUND-Facharbeiter müssen schnell zwischen Bildschirm und Drehbank wechseln.

Viele Facharbeiter arbeiten sich weiter zum Meister. Bernhard Joksch hat seinen Lehrabschluss mit Auszeichnung bestanden und bereitet sich derzeit auf die Abendmatura vor. „Unserer Lehrlinge arbeiten nicht nur an schweren Stahlteilen, sondern führen auch filigrane Fräsarbeiten durch und bedienen natürlich die modernsten Maschinen“, so Dittrich.

Zur spannendsten Aufgabe zählt auch die Arbeit am Leitstand: Immerhin verlangt die Steuerung des 400-Megawatt-Kraftwerks hohe Genauigkeit und viel Verantwortungsbewusstsein.

Übrigens haben wir noch zwei offene Lehrstellen in Wärmekraftwerken: In Dürnrohr und in Mellach (bei Graz). Die Möglichkeit zur Bewerbung und alle Informationen dazu gibt es auf www.verbund.com/karriere.