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26. Juni 2012

Green IT @ VERBUND

Kaum zu glauben, aber die IT (Informationstechnologie) verursacht weltweit rund 600 Mio. Tonnen CO2-Emissionen im Jahr - ungefähr so viel wie der Ausstoß des globalen Flugverkehrs.

Was ist „Green IT“?

Unter dem Schlagwort „Green IT“ setzt die Informatik-Abteilung von VERBUND gezielt Maßnahmen zum umwelt- und ressourcenschonenden Umgang mit IT. Dazu zählen z. B. Energieeinsparungen bei der Gerätenutzung durch Verwendung von Niedrigenergie-Notebooks.

Der Einsatz von IT-Lösungen kann aber auch Emissionen reduzieren, wenn beispielsweise Dienstreisen durch Videokonferenzen ersetzt werden.

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Warum muss die IT grüner werden?

Zwei Prozent des gesamten, global produzierten CO2 gehen auf die IT zurück. Die Ursachen dafür sind vielfältig:

  • Ineffiziente Nutzung von Geräten
  • Hoher Ressourcenverbrauch und Einsatz umweltschädlicher Bestandteile in der Produktion von Hardware
  • Unverantwortliche Entsorgungsmethoden alter Hardware

Daher muss die IT selbst ressourceneffizienter werden und gleichzeitig Lösungen entwickeln, um durch die Nutzung nachhaltiges Handeln zu ermöglichen.

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Vom Schlagwort zum Doing

Bei VERBUND ist das Thema Green IT nicht neu. Bereits in der Vergangenheit haben wir durch kleine Anpassungen wichtige Verbesserungen erreicht. So achten wir z. B. beim Ankauf von Hardware auf die Einhaltung der Kriterien internationaler Gütezeichen wie dem „Energy Star“. Im Rahmen unseres neuen Programms zur Green IT haben wir nun weitere Maßnahmen erarbeitet:

Erwartete Einsparung von ca. 300 Tonnen CO2 über 3 Jahre
Die Umstellung auf das Betriebssystem Windows 7 gilt als eine der erfolgreichen Maßnahmen zum Thema „Green IT“, denn dieses Betriebssystem ist speziell auf Ressourcenschonung ausgelegt und bietet dafür auch spezielle Einstellungen.

Erwartete Einsparung von ca. 116 Tonnen CO2
Eine weitere Maßnahme ist der Einsatz der „Server-Virtualisierung“. Bei VERBUND laufen bereits über 100 Server nicht mehr als „stromfressende“ Einzel-Geräte, sondern „virtuell“ als Gast auf wenigen physischen Systemen. Dies reduziert die Anzahl der Geräte und erhöht gleichzeitig die Auslastung.

Erwartete Einsparung von 11 Tonnen CO2 pro Jahr
Die Umstellung auf zentrale Bürogeräte wie z. B. Drucker reduziert die Anzahl der Geräte im Stand-by Modus.

Einsparung von ca 118,2 kg CO2 pro Besprechung
Durch den Einsatz einer Software für Videokonferenzen konnten seit 2009 Arbeitszeit, Reisekosten und vor allem auch Anfahrtswege gespart werden. Eine einzige Besprechung über Videokonferenz statt einer Dienstreise mit dem PKW (Beispielsweise von Wien zum Kölnbreinspeicher und retour -  700km) spart rund 118,2 kg CO2.

Einsparung von über 19 Tonnen CO2
Durch den Einsatz der „Fernunterstützung“ (Remote Assistance) kann nicht nur deutlich schneller geholfen werden, auch die Zahl der Dienstreisen wurde deutlich reduziert. Rund die Hälfte intern anfallender Fragestellungen an Außenstandorten konnten 2010 per Fernzugriff gelöst werden. Bei einem durchschnittlichem Weg (Hin- und Rückfahrt) von insgesamt 40 km ergibt dies eine CO2 Einsparung von über 19 Tonnen.