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Zu den vielen imposanten Dingen in einem Kraftwerk gehören zweifellos die Stahleinbauten: tonnenschwer, wuchtig und doch elegant, beeindrucken diese Komponenten neugierige Besucher und erfahrene Techniker gleichermaßen.

Zu den vielen imposanten Dingen in einem Kraftwerk gehören zweifellos die Stahleinbauten: Tonnenschwer, wuchtig und doch elegant beeindrucken diese Komponenten neugierige Besucher und erfahrene Techniker gleichermaßen. EMI – unsere Abteilung Maschinenbau und Instandhaltung wacht darüber. Rund 40 Kollegen messen und prüfen hunderte Teile an den Kraftwerken in Österreich und Bayern. Kernaufgabe sind Erhalt und Sicherheit aller beweglichen Stahl-Teile, vom Turbinenlaufrad bis zum Wehrverschluss – also die Gesundenuntersuchung am Kraftwerk mit angeschlossener Fitnessberatung.

 

Genau schauen.

Zusätzlich führen EMI-Techniker für die Kraftwerke heikle Untersuchungen wie Werkstoffprüfungen durch, zumeist im Rahmen von Revisionen.
Wie notwendig eine solche regelmäßige Überprüfung ist, zeigt Greifenstein: Dort wurden Risse an der Laufradnabe entdeckt. Aus der routinemäßigen Revision wird so eine größere Maßnahme, noch bevor der Schaden gröbere Auswirkungen entwickeln kann. Das Wissen um Wirkungsgrad-Messungen und mögliche Effizienzsteigerung ist maßgeblich, wenn es um die Entscheidung zu größeren Umbauten wie beim Maschinentausch im Donaukraftwerk Aschach oder beim Maschinentausch in Gralla an der Mur geht. Die EMI-Techniker wälzen im Vorfeld Berge von Plänen und Revisionsprotokollen vergangener Jahre. Hinzu kommen die Erfahrung des Betriebspersonals mit seinen Maschinen und natürlich die Angebote der Turbinenhersteller. Die Erstellung der Ausschreibungsunterlagen zählt zu den sensibelsten Aufgaben von EMI. Wäre mehr Effizienz bei gleichem Aufwand drinnen? Gibt es Innovationen am Markt, die noch mehr geben? „Im Zweifelsfalle reinschauen“, sagt Christian Weichselbraun. Er ist EMI-Projektleiter für die Effizienzsteigerung in Gralla.

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Erzeugungsplus.

In Gralla wurden zum Beispiel die Turbinen und Generatoren aus dem Jahr 1964 getauscht. Die Effizienzsteigerung wird zusätzlich 3,4 Mio. Kilowattstunden erbringen. Das bedeutet jährlich zusätzlichen Strom aus Wasserkraft für 1.000 Haushalte – ohne Eingriff in das nahe Vogelschutzgebiet. „Die Enten fühlen sich so wohl, dass man kaum an ihnen vorbei zum Baucontainer kommt“, berichtet Christian. So wächst bei EMI gleichzeitig das Know-how zur Beurteilung neuer Wasserkraft-Projekte. Grundlage dafür ist Dokumentation und vor allem Wissenstransfer der Fachleute, gerade wenn, wie bei EMI, neue und junge Ingenieure aufgenommen werden. Über das Competence Center Wasserkraft profitiert das gesamte Unternehmen.

 

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