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Mit einer Parade historischer und moderner Wasserfahrzeuge wurde die erste Fahrt der "Maria Anna" und somit 175 Jahre Donaudampfschifffahrt auf der Donau gefeiert. Unser Eisbrecher „Wesenstein“ war mit dabei.

Der Dampfkessel war im 19. Jahrhundert eine revolutionäre Technik, die sich wohl nur mit der Einführung von Internet und Mobiltelefonie vergleichen lässt. Binnen einer Generation setzte sich diese Erfindung großflächig durch und revolutionierte ganze Berufssparten.

Auch die Schifffahrt bekam durch den Dampfkessel einen neuen Antrieb. 175 Jahre ist es her das die „Maria Anna“ auf der Donau ihre erste Ausfahrt hatte. Die Plattform der Traditionsschiffe feierte dies gemeinsam mit dem Ybbser Kulturverein mit einer Parade historischer und moderner Wasserfahrzeuge. Wir waren mit dem Eisbrecher „Wesenstein“ mit dabei.

Die „Wesenstein“ (Baujahr 1961) ist mit ihren 35 Metern fast schon der Luxusliner unter den VERBUND-Eisbrechern. Mit einer Leistung von 1000 Kilowatt (1.350 PS) liegt er nicht nur als Eisbrecher und Rettungsschiff vor Anker sondern wird auch ganzjährig für Verschubarbeiten, zum Beispiel den Transport des Schwimmkrans, verwendet. Für längere Fahrten und Aufenthalte gibt es für die dreiköpfige Mannschaft sogar drei Schlafzimmer.

 

Das Boot ist mit modernstem GPS und Radar ausgerüstet. Der neumodische Monitor wirkt in dem Fahrerstand fast wie ein Gruß aus der Zukunft an die unverwüstliche Technik. Doch das Innenleben ist  gut gepflegt, die Maschinen wurden 1988 erneuert.

 

Die Parade in Ybbs wurde von einem Rudel aus acht Motorbooten angeführt und bestand aus insgesamt 20 historischen Schiffen, von der russischen Fähre bis zum restaurierten Polizeiboot aus der  1. Republik. Zumeist sind es leidenschaftliche Sammler und Bastler, die ihre Zeit in die Pflege alter Boote investieren und so ein Stück Geschichte der Wasserstraße Donau lebendig erhalten. Wer sich genau informieren möchte, hat dazu noch bis 30. September in Ybbs die Gelegenheit dazu.