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Wenn ein volles Jahr 8.760 Stunden hat und eine Maschine 600.000 Arbeitsstunden ausweist, muss es sich um einen Rechenfehler oder um die Schauturbine in Pernegg handeln.

Schönstes Beispiel für die Qualität früherer Kraftwerksbauten ist das Murkraftwerk Pernegg. Die Kraftwerksanlage wurde in den 1920er­ Jahren errichtet. Die Turbinen lie­ferten bis heute zuverlässig Strom aus Wasserkraft und würden dies noch Jahre können. Da aber im Zuge der Wiederverleihung des Wasserrechts dem heutigen Stand der Technik und den Erkenntnis­sen der modernen Ökologie Tribut gezollt werden muss, führte an einem Kraftwerksumbau kein Weg vorbei.

Sensibler Denkmalschutz

Das Bundesdenkmalamt befand den Bau des damaligen Stararchitekten Fritz Haas für ein wertvolles Erbe und forderte VERBUND auf, beim Umbau die historischen Bauwerke und auch einen Maschinensatz zu erhalten.

Der Maschinenraum vom Kraftwerk Pernegg im Jahr 1928.

„Die Herausforderung bestand darin, die Anforderungen mo­derner Standards von der Ener­gieeffizienz über den baulichen Brandschutz bis zum Arbeitneh­merschutz mit der Bewahrung historisch wertvoller Substanz zu vereinen“, sagt Projektleiter Martin Kratochwill.

Heute im Turbinenmuseum zu sehen - die Turbinen aus dem Kraftwerk Pernegg auf einer Ansicht aus dem Jahr 1929.

Österreichs erstes Turbinenmuseum

In langen, aber kons­truktiven Verhandlungen einigte sich die Projektleitung mit dem Bundesdenkmalamt auf eine einzigartige Lösung: Österreichs erstes Turbinenmuseum. In einer lichtdurchfluteten Glaskonstruk­tion wird ein alter Voith ­Francis­ Turbinensatz mit Siemens­ Schu­ckert­ Drehstromgenerator aufge­stellt und Besuchern zugänglich gemacht.