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12. Januar 2013

E-Mobile Power Austria bringt Elektromobilität auf die Straße

EMPORA, das von VERBUND koordinierte größte österreichische Forschungs und Entwicklungsprojekt, nähert sich mit Riesenschritten dem Ziel – konkrete Ergebnisse werden immer deutlicher sichtbar.

EMPORA ist angreifbar geworden: „Energieeffizientes Routing“ wurde im Rahmen des 19. ITS Weltkongresses vorgestellt. 

Schwerpunkt von EMPORA ist der Nutzeransatz. Dabei werden Hindernisse für die Nutzung und die breite Einführung von Elektromobilität identifiziert und in einzelnen Arbeitspaketen einer Lösung zugeführt. So sind bereits seit Sommer zwanzig umweltbewusste Autofahrer im EMPORA Demonstrationsbetrieb emissionsfrei unterwegs und profitieren von einer Förderung von bis zu 35 %.

 

Das Komplettpaket beinhaltet alles, was ein Elektrofahrer braucht: von der Ladestation daheim über die Nutzung von öffentlichen Ladestationen (bis Jahresende werden 15 öffentliche Lade- und Schnellladestationen in Wien, Wien-Umgebung und Graz verfügbar sein) bis hin zum Mobilitätsservice und Ergänzungsangebote wie etwa Mietauto und eine Car-Sharing Mitgliedschaft. Das alles zum monatlichen Fixpreis, ohne Kostenüberraschungen durch ständig steigende Spritkosten. Strom aus 100 % erneuerbarer Energie, Netzwerk, Infrastruktur, Services und Support.

 

 

Der sparsamste Weg.

Im Rahmen des 19. ITS Weltkongresses Ende Oktober 2012 präsentierte EMPORA erstmals „Energieeffizientes Routing“ für Elektroautos im Wiener Verkehrsalltag. Kongressteilnehmer hatten die Möglichkeit „Energieeffizientes Routing“ in Elektroautos selbst zu erfahren und damit die Zukunft der Mobilität live zu erleben. Das innovative energieeffiziente Routingsystem geht auf die speziellen Anforderungen von Elektroauto- Nutzern ein. Ausgehend vom aktuellen Ladezustand des E-Autos wird die Route für jedes gewünschte Ziel so ausgewählt, dass der Energieverbrauch so gering wie möglich ist. Aktuelle Verkehrs- und Wetterdaten werden ebenso berücksichtigt wie das Streckenprofil der alternativen Routen. Das EMPORA-System sichert eine einwandfreie Fahrt, indem es die bestgelegene Ladestation anzeigt.

 

 

Darüber hinaus wurden Ende November im Rahmen einer hochrangig besetzten Veranstaltung in der Siemens City die Entwicklungsergebnisse im Bereich intelligente Ladeinfrastruktur und Energie aus erneuerbaren Quellen präsentiert. Bundesministerin Doris Bures und die beiden Generaldirektoren Wolfgang Anzengruber, VERBUND AG, und Wolfgang Hesoun, Siemens AG Österreich, nahmen an der Podiumsdiskussion teil. Im Anschluss daran wurden an einzelnen Stationen die Entwicklungsergebnisse gezeigt – vom Ladevorgang über Datenmanagement und Bereitstellung erneuerbarer Energie bis hin zur Verrechnung von Leistungen.

 

 

Breiter Konsens.

Alle Diskussionsteilnehmer waren einig, dass durch die Einführung von Elektromobilität wesentliche Emissionsreduktionen im Verkehrssektor erreicht werden. Nicht zuletzt aufgrund der Verpflichtung Österreichs im Rahmen des Kyoto-Protokolls zur Verringerung der Treibhausgas-Emission muss eine nachhaltige Mobilitätslösung für die Zukunft geschaffen werden.