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22. März 2013

Neptun Wasserpreis: Ideen für‘s Wasser

Sauberes Wasser für Tansania, Quellschutz in den Alpen oder ein Kunstprojekt, bei dem Passantinnen und Passanten untertauchen: Die Sieger des Neptun Wasserpreises punkten mit Einsatz und Ideen.

Heute ist es wieder soweit: Rund um den Globus findet am 22. März der Weltwassertag statt. Wie vielfältig und spannend die Beschäftigung mit der kostbaren Ressource ist, zeigt der soeben vergebene, von VERBUND geförderte Neptun Wasserpreis. Neben dem Hauptsieger wurden in 4 Kategorien die nachhaltigsten und kreativsten Innovationen gekürt, außerdem gab es einen Bild- und Textwettbewerb für Wasserbegeisterte. Werft mit uns einen Blick auf die Preisträger aus fast 2.500 Einreichungen:

Der Hauptpreis: Hilfe zur Selbsthilfe

Den nachhaltigen und selbstbestimmten Umgang mit Wasser fördern. Dieses Ziel verfolgte das Siegerprojekt  „Maji Afrika – Wasser für Afrika“. Im Dorf Ibwanzi im südöstlichen Hochland von Tansania war das Trinkwasser – ebenso wie in der gesamten Region – mit Keimen verunreinigt. Die Folge: Viele Bewohnerinnen und Bewohner litten an Durchfall. Die „Eine Welt Gruppe Schlins/Röns“ und die lokale NGO „rural developement organization“ setzten bei den Menschen vor Ort an. Sie organisierten Workshops und schützten gemeinsam mit der Bevölkerung die örtliche Quelle.

 

WasserSCHUTZ für Karstquellen

Jede zweite Österreicherin und jeder zweite Österreicher trinkt Wasser aus alpinen Karstquellen. Die mikrobiologische Untersuchung dieser Gewässer hat Andreas Farnleitner von der Technischen Universität Wien aufs Siegerstockerl gebracht. Sein Projekt lieferte eine wertvolle Basis für den nachhaltigen Schutz der Quellen. Bei der Wiener Wasserversorgung setzt man bereits auf die Ergebnisse des Neptun-Siegers.

 

Dürre-Index für die WasserWELT

Viele Entwicklungsländer leiden unter Dürreperioden. Um helfen zu können, brauchen Hilfsorganisationen und Entscheider vor Ort genaue Informationen über das Ausmaß. Markus Enenkel von der Technischen Universität Wien erweiterte den bestehenden Dürre-Index mit satellitengestützten Informationen – zum Beispiel zu Niederschlag und Bodenfeuchtigkeit. Die Daten lassen sich mit Ernte- und Bewässerungsmodellen koppeln und sind bald auch mobil abrufbar.

 

Ein Tal schafft WasserKOMMUNIKATION

Auf 2,5 Kilometern schlängelt sich der Wasserinformationsweg durchs Raurisertal. Wanderinnen und Wanderer können sich hier über die kristallklaren Quellen und die lokalen Besonderheiten informieren. Der „Urquell“ oder das „Waldgeheimnis“ sind optimale Plätze, um sich die müden Beine auszuruhen, während die Kinder am Wasserspielplatz herumtollen. Die Gemeinde Rauris kombiniert damit Erholung und Information und sensibilisiert Besucherinnen und Besucher für das Thema Wasser.

 

WasserKREATIV geht auf Tauchstation

„Blubb blubb blubb“ heißt es bei Martin Music – er lässt seine „Models“ fürs Fotoshooting ordentlich abtauchen. Passantinnen und Passanten in Dortmund steckten ihre Köpfe in ein Aquarium und wurden abgelichtet. Der Künstler schafft so eine besondere Interaktion von Wasser und Mensch im öffentlichen Raum. Die Unterwasserbilder strahlen Wildheit, Stille, Komik und eine gewisse Morbidität aus – ein gelungenes Gesamtkonzept, das „BLACK_BLUBA“ zum Sieger des Kreativpreises macht.

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Ihr interessiert euch für die Projekte der weiteren Wassertüftler? Oder wollt die Siegerprojekte in der Publikumskategorie kennen lernen? Dann werft einen Blick auf www.wasserpreis.info