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Winterweg klingt geradezu nach einer Einladung an Einheimische und Touristen. Doch der Winterweg, der zu den Talsperren in Kaprun auf rund 2.000 Meter Seehöhe führt, ist alles andere als ein Spazierweg: Für die Bauwerksüberwacher ist er der einzige Weg zu Mooser- und Drossen-Sperre, den sie trotz Lawinengefahr im Hochgebirge sicher zurücklegen können.

Die Mooser- und die Drossensperre in Kaprun gehören – wie alle Talsperren von VERBUND – zu den bestüberwachten Bauwerken Österreichs. Dazu gehört neben der Beobachtung mittels Sensoren, auch die Vor-Ort-Kontrolle - Sommer wie Winter. Bei Eis und Schnee nehmen die Bauwerksüberwacher jedoch einen besonderen Weg zur Arbeit.

 

Zunächst führt der Weg vom Tal durch einen langen, breiten Tunnel zum Fuß der Limberg-Sperre. Im Inneren befindet sich ein kleiner, schmaler Schrägaufzug, der von der Nord-Seite der Sperre zur Sperrenkrone auf der Süd-Seite führt.

 

Dort angekommen, geht es weiter durch die sogenannten Jeep-Tunnels – denn im Freien herrscht tiefster Winter und Lawinengefahr. Diese Tunnel sind schmal – sehr schmal. Bei ihrer Errichtung in der Nachkriegszeit wurden sie nach den damals zur Verfügung stehenden Fahrzeugen bemessen: Armee - Jeeps der Amerikaner. Heute wird der Weg mit einem VW- Golf zurückgelegt – dank angeklappter Seitenspiegel ohne an der Tunnelwand zu streifen.

 

Die Jeep -Tunnel enden bei der Talstation einer kleinen Seilbahn. Mit ihrer Hilfe wird der bei Schönwetter schönste Teil des Winterweges zurückgelegt: Sie überspannt großzügig einen Lawinenkegel und endet nahe der Sperrenkrone der Mooser-Sperre auf rund 2.000 Meter Seehöhe.

Von dort aus geht es ins Innere der Talsperre, wo die Kollegen von der Bauwerksbeobachtung dafür sorgen, dass VERBUND -Talsperren wirklich zu den am besten überwachten Bauwerken Österreichs gehören.

 

Der gesamte Weg als Bildgalerie: