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Volt, Ampere, Watt - wisst ihr was hinter diesen Begriffen wirklich steckt? Erfahrt mehr zu den Werten des Stroms und entdeckt elektrisierende Details.

Was ist eigentlich Strom? Ganz einfach, es braucht dazu nur zwei Pole mit unterschiedlichen Ladungen und dazwischen genügend freibewegliche Ladungsträger – etwa in Form eines Metalls wie Kupfer. Danach läuft alles von allein, denn Strom ist der Ladungsausgleich zwischen den beiden Polen. Dass bei diesem Ausgleich Werte wie Stromstärke oder Spannung messbar sind, ist bekannt. Doch hinter jedem steckt eine spannende Geschichte:

 

Volt: Spannung am kaiserlichen Hof

 

Napoleon staunte nicht schlecht, was ihm 1801 vorgesetzt wurde: die „Voltá‘sche Säule“, die erste Batterie der Welt, entwickelt von Alessandro Volta. Mit dieser Erfindung gilt Volta als Begründer des elektrischen Zeitalters. Kein Wunder, dass Napoleon den Italiener in den Grafenstand erhob – und dass heute die Einheit der elektrischen Spannung Volt (U) heißt. Diese bezeichnet den Ladungsunterschied zwischen zwei Polen – je höher der Unterschied, desto größer ist die Spannung. In österreichischen Steckdosen stecken 230 Volt. Einen Wert von über 1.000 Volt bezeichnet man als Hochspannung – diese ist bei der Stromübertragung im Einsatz.

 

 

Ampere: Eiffelturm unter Strom


Augen auf, wenn ihr nächstes Mal den Eiffelturm besteigt: Hier ist der Begründer der Elektrodynamik verewigt. Der französischen Physiker André-Marie Ampère zählt zu den Persönlichkeiten, deren Namen die erste Etage des Pariser Wahrzeichens zieren. Gleichzeitig wurde dem Franzosen eine weitere Ehre zuteil: Ampere (A) ist die Einheit der Stromstärke. Die Stärke des Stroms wird durch die Elektronen bestimmt, die in einer Sekunde durch einen Leiter fließen. Zum Vergleich: Ein Blitz entlädt bis zu 20.000 Ampere. Bereits 50 Milliampere (oder 0,05 Ampere) können für den Menschen tödlich sein.

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Watt: O‘zapft is!

 

James Watt sorgte nicht nur mit der Erfindung der Dampfmaschine für Power. Watt ist die Einheit der elektrischen Leistung – doch was ist damit gemeint? Bei Gleichstrom ist die Sache einfach: Wenn bei einer Spannung von 1 Volt eine Stromstärke von 1 Ampere fließt, wird eine Leistung von 1 Watt erbracht. Bei Wechselstrom wird die Sache interessanter: Hier gibt es drei Begriffe, die sich schön anhand eines frischgezapften Bieres erklären lassen. Der kaum durstlöschende Schaum erbringt eine Blindleistung, sprich nicht nutzbare Energie (pro Zeit). Die goldene Flüssigkeit ist die tatsächliche umgesetzte Energie (pro Zeit) – die Wirkleistung. Beides wird als Scheinleistung bezeichnet. Ob James Watt Biertrinker war, ist allerdings nicht überliefert.

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Ohm: Gold, Silber und Kupfer


Nichts geht im Leben reibungsfrei – das gilt besonders für Strom. Der elektrische Widerstand gibt an, welche Spannung erforderlich ist, um einen bestimmten Strom durch einen Leiter fließen zu lassen. Auf was es dabei vor allem ankommt? Auf die Leitfähigkeit des Materials. Der beste Leiter ist dabei Silber. Es wird jedoch zumeist durch das wesentlich günstigere Kupfer ersetzt. Für den dritten Platz gibt es bei diesem Wettstreit Gold: Auch das wertvolle Edelmetall ist ein hervorragender Leiter. Die Einheit des Widerstands ist übrigens Ohm (Ω); zu Ehren des Deutschen Physikers Georg Simon Ohm. 

 

 

 

Kilowattstunde: Energie zum Frühstück

 

Schon mal überlegt, wie viel Strom ihr benötigt, um 9 Liter Tee zuzubereiten, 133 Toastbrote zu tosten oder 240 Frühstückseier zu kochen? Die Lösung: 1 Kilowattstunde (kwh). Mit dieser Einheit könnt ihr euren Stromverbrauch messen; dieser ergibt sich aus der elektrischen Leistung mal der Einschaltdauer. Eine Glühlampe mit einer Leistung von 100 Watt verbraucht in 1 Stunde 100 Wattstunden. Den Verbrauch von Toaster oder Backofen könnt ihr damit jedoch nicht so einfach ausrechnen. Da sie nicht immer gleich viel Strom benötigen, solltet ihr dafür Messgeräte zur Hand nehmen.

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Schätzen und Gewinnen!

 

 

In unserem aktuellen Gewinnspiel könnt ihr raten, wie viele Geräte ihr eine Stunde lang mit der Stromerzeugung aus einem Wasserkraftwerk, einem Windkraftwerk oder einem Fahraddynamo betreiben könnt - es wartet ein Wochenende im Berghotel Malta als Hauptgewinn.

Gleich mitspielen unter: www.verbund.com/gewinnspiel

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Und steht ihr bereits unter Strom? Wir hoffen, ihr habt nun einen besseren Überblick über die Welt der Steckdosen und Netzgeräte. Auch in unseren kommenden Blogbeiträgen erwarten euch interessante Geschichten rund um energiegeladene Begriffe – haltet die Augen offen.