Zur Übersicht
03. Dezember 2013

Keine Angst vor der Stromrechnung!

Es ist Winter, klirrend kalt und plötzlich wird die Heizung abgedreht. Dieses Albtraumszenario wurde für viele österreichische Haushalte zur bitteren Realität. Der VERBUND-Stromhilfefonds der Caritas sorgte wieder für Wärme.

Steigende Energiepreise, ineffiziente Elektrogeräte und niedriges Grundeinkommen machen es vielen Familien schwer, die Stromrechnung zu zahlen – eine Abschaltung droht. Der Stromhilfefonds bietet Betroffenen Unterstützung beim Begleichen der Stromrechnung, berät in Energiefragen oder tauscht veraltete Elektrogeräte aus. Das Konzept wurde gemeinsam mit der Caritas entwickelt. VERBUND stellt seine Expertise bei Energiethemen zur Verfügung, die Caritas ist das soziale Bindeglied zum Kunden.

Wer hat Anspruch auf Hilfe?
Jeder Haushalt – egal ob VERBUND-Kunde oder nicht – kann sich bei finanziellen Engpässen an die nächste Sozialberatungsstelle der Caritas wenden. Dort wird der Fall aufgenommen, besprochen und anhand von Kriterien geprüft, wie man am besten helfen kann. Bei Bedarf bekommt man finanzielle Unterstützung, eine Energieberatung oder ein neues, effizientes Elektrogerät. Pro Haushalt kann diese Hilfe aber nur einmal in Anspruch genommen werden. „Kühlschränke und Gefriergeräte sind häufig die unerwarteten Energiefresser“ meint Caroline Nwafor, Projektleiterin der Caritas. „Doch leider braucht es oft mehr als ein neues Gerät. Viele Leute wohnen in desolaten Gebäuden und nur eine Grundsanierung oder thermische Isolierung kann langfristig aus der Energiefalle befreien“, fügt sie hinzu.

Stromhilfefonds feiert 4. Geburtstag
Im Dezember feiert der Stromhilfefonds sein 4-jähriges Bestehen. Zieht man Bilanz über die letzten Jahre, erkennt man wie wertvoll dieses Projekt tatsächlich ist: Insgesamt konnte etwa 2.109 Haushalte, also rund 5.500 Personen in ganz Österreich, unter die Arme gegriffen werden. Landesweit tauschten Caritas und VERBUND mehr als 950 Elektrogeräte aus und berieten rund 1.400 Wohnungsmieter und Eigentümer in Sachen Energiesparen. Dadurch konnten viele Haushalte bis zu 200 Euro bzw. 1.031 KWh im Jahr einsparen.

Zusammenarbeiten für die Gesellschaft und die Umwelt
„Das Schöne an dieser Arbeit ist, dass man Menschen helfen und gleichzeitig auf ökologischer Ebene handeln kann. Soziales Engagement und Umweltschutz gehen hier Hand in Hand“, sagt Nwafor. Dank der Partnerschaft mit den Elektroherstellern Bosch-Siemens-Neff können umweltschonende Geräte zum Einkaufspreis angeschafft werden und gegen desolate Geräte ausgetauscht werden. Das Geld stammt aus dem Fonds von VERBUND, der jährlich einen Euro, stellvertretend für jeden seiner Kunden, stiftet. „Vergangenes Jahr konnten wir sogar im Rahmen einer Sonderaktion Thermen und Boiler austauschen. Der Ansturm war enorm“, meint die Projektleiterin.

Wollt ihr noch mehr über den Stromhilfefonds wissen, dann schaut hier vorbei.

KberlAnzengruberFassbender3cVERBUNDPressekonferenz zum 3. Geburtstag desVERBUND-Stromhilfefonds im Dezember 2012. Im Bild (v.l.n.r.) Franz Küberl/Präsident der Caritas Österreich, Wolfgang Anzengruber/VERBUND-Vorstandsvorsitzender, Dirk Fassbender/Stv. Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich.