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29. Mai 2014

Nachhaltigkeits-Audit beim Kraftwerk Altenwörth

Im März besuchten unsere Nachhaltigkeits-Auditoren das Life+-Projekt „Traisen“. Im Zuge dieses Projekts wird die Traisenmündung im Bereich des Donaukraftwerks Altenwörth vom begradigten Fluss zur ökologisch vielfältigen Aulandschaft umgestaltet.

Die Auditoren Dr. Christine Jasch, Mag. Claudia Enzi und Dipl.Ing. Rogl von der Wirtschaftsprüfung Ernst & Young interessierte vor allem die Umsetzung der Auflagen aus dem UVP-Bescheid und die Erfassung der Nachhaltigkeits-Daten für die neue SAP-Datenbank.

Die Traisen verläuft derzeit in einem regulierten Bett, das dem Fluss keine Möglichkeit zur Entfaltung lässt und sich Jahr für Jahr weiter eintieft. In den kommenden 4 Jahren werden Experten den Flusslauf und die Landschaft nach einem detaillierten Plan mit Mäandern, Seichtwasser-Zonen und Tümpeln ausstatten.

Ziel des LIFE+ Traisen-Projektes ist die Wiedergewinnung einer vielfältigen Aulandschaft, die sich selbst und dem Kreislauf der Natur überlassen werden kann. Von der ökologischen Vielfalt der Traisen profitiert nicht nur die Natur, sondern auch die Anrainergemeinden, Fischer und Touristen. 

So soll´s werden: der Wandplan im Baulager für den großen Überblick.

BAW-Baulager_Plan-Re-05-03-2014

Los ging´s mit einer Führung durchs Kraftwerk Altenwörth: Unsere Auditoren Claudia Enzi, Dipl.Ing. Georg Rogl und Dr. Christine Jasch mit unserem Kollegen Ing. Peter Hegny (2. von rechts)

BAW-Jasch-Rogl-Enzi-im-Kraftwerk-05-03-2014


Da lacht das Herz des Auditors! Mit so einem Projektplan kann ja nichts mehr schiefgehen. 

BAW-Rogl-lacht--Re-05-03-2014

Nicht zu übersehen, sicherheitshalber trotzdem beschriftet.

BAW-Achtung-Baustelle-Re-05-03-2014

Hier ist das künftige Flussbett schon fertig, darum sieht man keine Bagger mehr.

BAW-Baustelle-Flussbett-Re-05-03-2014

Dr. Jasch kontrolliert, ob das Ölbindemittel auf der Baustelle auch in der vorgeschriebenen Menge vorrätig ist. 

BAW-Pruefung-Oelbindemittel-Re-05-03-2014

Hier ist schon mehr los: Lastwagen bringen den Schotteraushub zum Donauufer, wo er auf Schiffe verladen und zum Kraftwerke Freudenau transportiert wird. Dort wird er zur Befestigung der Flusssohle wieder abgelagert. 

Baustelle Lastwagen

Auf dem Schotterberg am Donauufer, der auf seine Verladung wartet.

BAW-Auf-dem-Schotterberg-Re-05-03-2014

Zum Schluss wurden alle auf die Schaufel genommen. 

BAW-Gruppenbild-Baggerschuafel-II-05-03-2014

Hintergrundinfo:

Projektfinanzierung:
Insgesamt werden hier ca. 26,5 Mio. Euro in eine einzigartige ökologische Aufwertung investiert. VERBUND trägt mit 12 Mio. Euro den Hauptteil der Kosten. Die EU fördert das Projekt zu wesentlichen Teilen aus Mitteln des LIFE+Nature-and-Biodiversity-Fonds. Die restlichen Kosten werden von den Projektpartnern, wie dem Niederösterreichischen Fischereiverband, dem Landschaftsfonds Niederösterreich, der via donau sowie der Bundeswasserbauverwaltung getragen.

Projektziel:
Entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie sind Gewässer mit Kraftwerken „fischdurchgängig“ zu gestalten, damit die natürliche Migration der Fische  flussauf und flussab erfolgen kann. Der umgestaltete Lauf der Traisen wird es den Fischen ermöglichen, das Kraftwerk Altenwörth zu „umgehen“ und wird auch geeignete Laichplätze bieten.

NH-Audit:
Unser Nachhaltigkeitsbericht wird seit 2003 von Wirtschaftsprüfern, die auf Nachhaltigkeit spezialisiert sind, extern auditiert. An rund 5 Tagen werden die Korrektheit der veröffentlichten Daten und der Wahrheitsgehalt unserer Aussagen überprüft. Dazu kommen Exkursionen zu Standorten, um die Umsetzung von gesetzlichen Vorschriften, internen Richtlinien und Standards zu kontrollieren. In den letzten Jahren besuchten unsere Auditoren unter anderem die Baustellen Limberg II und Reißeck II, die Wärmekraftwerke Dürnrohr und Mellach sowie das Innkraftwerk Töging.   

Noch mehr zum Projekt gibt´s auf der Projektseite von Life Traisen: http://www.life-traisen.at/de/aktuelles