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02. Juni 2014

Geher aus Leidenschaft - Leitungsmeister bei der VERBUND-Netztochter APG

Stefan Tabernig marschiert beruflich bis zu 400 Kilometer im Jahr. Als Leitungsmeister bei der VERBUND-Netztochter APG sorgt er für funktionierende Stromleitungen, ob es stürmt oder schneit. Ein Einblick in seinen Alltag.

„Wir sind die Hochspannungsfeuerwehr“, sagt Stefan Tabernig. Der 46-jährige Starkstrommonteur der Austrian Power Grid AG (APG) rückt aus, um Strommasten und -netze zu kontrollieren, zu warten und Mängel und Störungen zu beheben. Als „Leitungsmeister 1“ kümmert er sich mit den zehn Kollegen des Leitungstrupps Bisamberg um eine garantierte Stromversorgung im Gebiet, zu jeder Jahres- und Tageszeit.

„Bürojob ist nichts für mich“

2 Mal jährlich wird jede Freileitung inspiziert – der Weg dorthin erfolgt zu Fuß: „Alleine das ergibt 200 Kilometer. Dazu kommen noch Reparaturen“, erzählt der gebürtige Osttiroler. Insgesamt legt der Monteur bis zu 400 Kilometer zurück – eine beachtliche Strecke, die ungefähr der Route von Wien bis München entspricht. Die Fortbewegung ist Tabernig wichtig: „Ein großer Teil meiner Arbeit besteht aus Gehen, vor allem in der Natur. Das war auch ein ausschlaggebender Grund, warum ich den Job gewählt habe.“

Zwar erledigt der passionierte Sportler auch Tätigkeiten im Büro, allerdings umfasst das nur ein Drittel der Arbeitszeit. „Ein klassischer Bürojob ist nichts für mich. Ich habe immer das Bedürfnis, in die Natur zu gehen, auf Masten zu steigen“, erzählt er. Insgesamt 450 APG-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für ein stabiles überregionales Leitungsnetz. Rund 3.500 Kilometer Freileitungen (entspricht circa 12.000 Hochspannungsmasten) mit 110 kV bis 380 kV transportieren Strom in ganz Österreich. Der APG-Leitungstrupp Bisamberg betreut davon 2.700 Strommasten.

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Sportlich: Stefan Tabernig ist immer in Bewegung. Strommasten erklimmt er genauso enthusiastisch wie Berge. © APG


Menschenkenntnis und Teamgeist zählen

Bei Nacht und Nebel, Hitze und Kälte ist Tabernig schon unterwegs gewesen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der APG sorgen für den störungsfreien und sicheren Betrieb rund um die Uhr. „Wenn man sich viel im Freien bewegt, ist man robuster“, sagt der Vater zweier Kinder. Selbst privat verzichtet der im Weinviertel lebende Elektrotechniker nicht auf Sport: Ski fahren oder Spaziergänge mit seiner Familie bereiten ihm ebenso Freude wie Wanderungen in seiner Heimat Osttirol. „Ich gehe einfach gerne“, lacht Tabernig.

Bei den Wartungen oder Reparaturen lernt er viele verschiedene Menschen kennen. Meist Leute, auf deren Grundstück sich Masten befinden. „Der Anrainerkontakt ist sehr wichtig“, erzählt Tabernig. Überhaupt spielt Nähe eine wichtige Rolle im Arbeitsalltag: „In unserem Job können wir nur gemeinsam etwas erreichen. Alleine schaffst du gar nichts!“, unterstreicht er den Teamgeist. Und liefert damit auch eine schöne Metapher: Es ist das (Strom-)Netz, das uns verbindet.

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Ungefähr 400 Kilometer legen die APG-Mitarbeiter jährlich zurück, um Strommasten und –netze zu kontrollieren oder Schäden zu beheben – rund um die Uhr. © APG


Beim Gehen werden die Sinne geschärft und der Horizont erweitert. Lust auf einen Spaziergang? Mehr dazu findet ihr im neuen flow zum Dachthema „Nähe“.

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