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Kaprun ist bis heute Symbol für die nachhaltige Gestaltung von Österreichs Energiezukunft. Sehen Sie im Luis Trenker-Film "Gold aus Gletschern" aus dem Jahr 1956, wie das größte Bauprojekt des noch jungen Österreich Formen annimmt. Zu sehen im Rahmen der Bergfilmwoche 2015

Auf über 2.000 Meter Seehöhe ist die Luft ein wenig dünner, die Gefahren mitten im Hochgebirge sind schon als Wanderer und Alpinist nicht zu unterschätzen. Mitten in den Hohen Tauern eine Baustelle, an der tausende Arbeiter beschäftigt sind. Hier entstehen Staudämme und Seen, letztere werden über 160 Millionen Kubikmeter Wasser fassen. Eine Vision, deren erste Ideen Anfang 1900 als Skizzen auf einem Plan landeten. Heute, 2015, ein Mythos, ein Symbol für den Wiederaufbau und ein wichtiger Baustein in der Stromversorgung Österreichs.

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1956 besucht Luis Trenker die Baustelle der Hochgebirgsstauseen in Kaprun. Tausende Menschen sind beim Bau beteiligt, der kurz vor der Fertigstellung steht. Zähne aus Beton sind im Talkessel zu sehen, Strom wird bereits erzeugt. Trenker, damals schon ein umjubelter Filmemacher, spürt dem damals aufkeimenden Mythos nach. Hier im Hochgebirge bot sich vielen Arbeitern die Chance ein neues Leben anzufangen. „Woher kamst du und wer bist du? Diese Fragen waren in Kaprun nie ein Thema“, umschreibt Luis Trenker die Stimmung auf der Baustelle.

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Eine Mischung aus Dokumentation und Spielfilm entsteht. Die Besonderheiten der Baustelle, aber auch den Schicksalen der Arbeiter wird nachgespürt. Die Bildsprache von Trenker ist auch heute noch stimmig und zugleich überwältigend.

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Zusammen mit dem DIESEL Kino Bruck und SERVUS TV zeigt VERBUND „Gold aus Gletschern“. Termin ist der 27. März 2015, um 19:30 Uhr, im Diesel Kino Bruck.
Eine Zeitreise zu den Jahren des Wiederaufbaues in Österreich und zur Geburtsstunde eines der größten Stromproduzenten aus Wasserkraft in Europa.