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Das kann auch nur Ente Doris einfallen: Plantschen 15 Meter unter (!) der Donau. Wo? In Ybbs. Wie geht das? Das Traditionskraftwerk Ybbs-Persenbeug ist derzeit Schauplatz von Österreichs größter Energieeffizienzmaßnahme. Bereits seit 1959 liefert es immer wieder Rekorde.

Zu seiner Bauzeit war Ybbs-Persenbeug Österreichs erstes und (nona) größtes Donaukraftwerk und einer der größten Stromerzeuger in Europa. Die größten Kaplan-Laufräder der Welt wurden hier von internationalen Gästen bestaunt, eingebaut.

Nach mehr als 50 Jahren und 430.000 Betriebsstunden ist es für die Kaplan-Turbinen an der Zeit, in Ruhestand zu treten. Die erste Maschine wurde im Vorjahr getauscht. Mit großem Respekt näherten sich die Kraftwerkstechniker dieser Aufgabe, die im Leben eines Kraftwerks (und einer Ingenieursgeneration) nur einmal vorkommt. Der heurige Tausch der zweiten Maschine ist bereits routinierter. Die Turbinen sind baugleich, große Überraschungen sind nicht zu erwarten.

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Mühsam waren die Begleitumstände: der niedrige Stand der Donau verzögerte das Auslaufen des benötigten Schwimmkranes, mitunter störten heftige Windböen die Kranarbeiten. Doch das Ausheben des gewaltigen, 7,5 Meter großen Kaplan-Laufrades glückte nahezu perfekt.

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Nebenan schnurrt bereits das neue Kaplan-Laufrad und begeistert die Kraftwerkstechniker. Dank der erzielten Effizienzsteigerung wird sich die Gesamterzeugung am Standort Ybbs-Persenbeug um 77 Mio. Kilowattstunden erhöhen. Kümmerlich gezählt eine Effizienzsteigerung von 6 %, aber da an der Donau alles gewaltig dimensioniert ist, entspricht das grob gerechnet dem Jahresverbrauch von 22.000 Haushalten.

Das ausgehobene Kaplan-Laufrad steht übrigens noch kurze Zeit am Besucherparkplatz des Kraftwerks und bereichert unsere Kraftwerksführungen (nähere Infos dazu unter
www.verbund.com/ybbs-persenbeug-besuchen)

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Mehr zum Projekt: www.verbund.com/ybbs2020