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19. November 2015

Vier Start-ups wagen Neues

Von der Solarblume bis zum Treibstoff aus CO2: Die Finalisten des VERBUND-Start-up-Pitches präsentierten innovative Ideen für die Zukunft. Wie sie unseren Alltag damit verändern können? Wir haben die Erfindungen unter die Lupe genommen.

Sie wurden aus 54 Bewerbern ausgewählt, um ihr Start-up bei der energy2050 in Fuschl bei Salzburg vorzustellen: Dementsprechend viel Erfindergeist lag in der Luft, als fünf Unternehmen ihre Ideen beim VERBUND-Start-up-Pitch präsentierten. Den Sieger Eologix haben wir euch bereits vorgestellt. Aber auch die restlichen vier Finalisten haben uns mit ihren Konzepten begeistert.

Smartflower: Die Lieblingsblume von Arnold Schwarzenegger

Sie duften, blühen in verschiedenen Farben und sind eine Augenweide: Blumen. Im burgenländischen Güssing wächst eine spezielle Pflanze – die Smartflower. Die kompakte Solaranlage des gleichnamigen Start-ups funktioniert mittels Plug&Play: Aufstellen, anschließen und schon wird Strom erzeugt. Der Clou: Wie die Vorbilder aus der Flora richtet die Solarblume ihre Voltaik-Blätter stets in Richtung Sonne. Das überzeugt sogar harte Burschen wie Arnold Schwarzenegger – der Smartflower-Fan bekennt: „Auch wenn ich große Dinge mag, manchmal sind kleine sehr effektiv.“

Sunfire: Vom Klimaschädling zur Energielösung

Wie bekämpft man den Klimawandel? Eine große Frage im 21. Jahrhundert, in dem immer noch jede Menge Kohlendioxid (CO2) in die Luft geblasen wird. Das Dresdner Start-up Sunfire war überzeugt, dass man daraus einen Energienützling schaffen kann. Die Innovation: CO2 und Wasser verwandeln die Forscher mithilfe von Sonnenenergie in flüssige oder gasförmige Kraftstoffe. Damit können Fahrzeuge, Flugzeuge oder Schiffe angetrieben bzw. Strom und Wärme erzeugt werden. Ideen wie eine stromerzeugende Gastherme machen uns neugierig auf weitere feurige Einfälle!

has.to.be: Das Laden läuft am Schnürchen

Leise, umweltbewusst, komfortabel: Ein Trip mit einem E-Auto ist ein unvergleichliches Erlebnis. Die Power dazu liefert Strom aus der Ladestation – und dafür hat das Salzburger Start-up has.to.be eine praktische Lösung. Denn Ladesäulen sind nicht alle gleich programmiert und nicht immer verfügbar. Mit der Software „be.ENERGISED“ lassen sich diese einfach managen. Die Abrechnung ist cloudbasiert und transparent. Große Autokonzerne wie Audi, Porsche oder Daimler haben sich davon bereits überzeugt, mittlerweile gibt es sogar schon 2.000 ausgestattete Ladestationen in 25 Ländern.

BitFlux: Neuer Antrieb für E-Autos

Das Münchner Start-up BitFlux beschäftigt sich ebenfalls mit der Mobilität von morgen: Die Entwickler warfen einen Blick unter die Motorhaube von E-Autos, um die Vierräder noch leistungsstärker zu machen. Die Elektromotoren werden derzeit noch über Sensoren geregelt. BitFlux hat nun eine Software entwickelt, die den Antrieb effizienter, preiswerter und ausfallssicherer macht: Mit dem Mikrocontroller AIM+ kann auf die Hardware verzichtet und jede Menge Energie gespart werden. Die Dynamik steigt und die Motoren werden leiser als bisher – eine Erfindung mit weltweitem Potenzial.
 
Wir drücken allen Start-ups die Daumen für eine erfolgreiche Umsetzung und bleiben für euch dran! Wie stellt ihr euch Energiezukunft vor? Einen Einblick bekommt ihr bei den VERBUND Innovationen.

 

Foto © Smartflower