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02. Dezember 2015

Wagen wir die Energiezukunft!

Was will der Kunde? Was erwartet die Branche? Vor diesen Fragen stehen Energieversorger in ganz Europa. Wie unsere Zukunft aussehen wird und warum VERBUND dabei auf Legosteine setzt, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

Kreative Visionen, hitzige Debatten und bunte Bauklötze – bereits im Mai 2015 lud VERBUND mit dem energyLAB2050 zu einem besonderen Event. Rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik Wirtschaft und Wissenschaft erarbeiteten Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. Das Resultat: Gemeinsam wurde der Energiemarkt von morgen mit unkonventionellen Methoden gebaut. Wie kommt man auf so eine Idee?

Energiebranche wagt Neues

Antworten darauf liefert Organisator Franz Zöchbauer. „Im EnergyLAB2050 haben wir alle Stakeholder ins Boot geholt, um aus ihren unterschiedlichen Sichtweisen ein gemeinsames Bild zu erstellen“, sagt der VERBUND-Spezialist für Public Affairs. Die große Herausforderung von morgen ist, den Energiemarkt zukunftsfit zu machen. Um neue Perspektiven zu gewinnen, wurden innovative Instrumente eingesetzt. „Dazu gehörte auch das Bauen am Energiemarkt der Zukunft, wozu wir den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Legosteine zur Verfügung gestellt haben“, so Zöchbauer. „Das war ein spielerisches Element – gleichzeitig forderte es aber auf, sehr konkrete Ideen zu formulieren.“ Und das ist wichtig: Denn Innovationen sind in der E-Branche gefragter denn je.

Arbeitsgruppe beim EnergyLAB2050 

Gemeinsam weiterdenken: Sechs Arbeitsgruppen gestalteten ein Bild vom Energiemarktplatz der Zukunft. © VERBUND

Vor allem die Digitalisierung zwingt Energieversorger, über ihre Businessmodelle nachzudenken. Zum einen versorgen sich Kunden als Prosumer zunehmend selbst mit Energie. Zum anderen nutzen sie die digitale Welt, um Angebote zu vergleichen. Daneben erwarten sie Leistungen, die über Strom-Lieferungen hinausgehen – etwa in den Bereichen Heizen und Mobilität. VERBUND hat diese Chancen erkannt und geht mit innovativen Services neue Wege.

Vom Strom-Erzeuger zur Plattform

Doch auch Player wie Google oder Tesla haben den Braten gerochen und entdecken die E-Branche für sich. Kann VERBUND da mithalten? Ja, weil der Energieversorger zwei große Startvorteile hat: eine starke Marke und viel Know-how. „Wir haben den Schritt zum Energie-Dienstleister bereits erfolgreich eingeschlagen – etwa mit VERBUND-Eco-Home“, unterstreicht Zöchbauer. „Aber natürlich bleiben wir weiterhin der große Anbieter für Strom aus Wasserkraft.“

Darüber hinaus wird VERBUND künftig auch als Plattform eine Vorreiterrolle einnehmen: „Wir wollen neue Marktteilnehmer vernetzen und Schnittstellen-Funktionen übernehmen“, sagt Zöchbauer. Im Industriekunden-Bereich finden sich dazu bereits Ansätze. So bietet VERBUND-Eco-Net Energieberatung für Unternehmen. Der VERBUND-Power-Pool hilft ihnen hingegen, Flexibilität zu vermarkten.

Verbündete: Start-ups und Branchen-Leader

Österreichs führender Stromversorger geht diesen Weg nicht allein. „Wir wollen mit den Besten zusammenarbeiten“, so Zöchbauer. So ging man etwa erst im Juli eine Allianz mit dem heimischen Photovoltaik-Spezialisten SOLAVOLTA ein. Von besonderem Interesse sind E-Start-ups. Die vielversprechendsten wurden 2015 von VERBUND bei der Energiekonferenz in Fuschl prämiert.

Die Zauberwörter für die Welt von morgen lauten somit „Innovation“ und „Vernetzung“. So wie sie auch im EngergyLAB2050 gelebt wurden. „Für eine gelungene Energieversorgung müssen alle anpacken“, ist Zöchbauer überzeugt. Denn klar ist: In der E-Zukunft bleibt kein (Lego-)Stein am anderen.

Ihr seid schon gespannt, was die Energiezukunft noch so alles bringen wird? Dann bleibt mit flow am Ball – in den kommenden Wochen erwarten euch dazu weitere spannende Beiträge!

 

Foto © VERBUND