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07. März 2016

Das Smartphone im Griff?

Wir sind immer online, erreichbar, informiert – dem Smartphone sei Dank. Aber Herstellung und Nutzung verbrauchen viel Energie und schaden der Umwelt. Diese Klimaputztipps von VERBUND helfen beim Umgang mit Handy und Co.

Ob Googeln, Chatten oder Downloaden – das Smartphone zählt zu den beliebtesten Begleitern des Menschen. Doch es verbraucht immer mehr Strom und verursacht auf seinem ganzen Lebensweg Emissionen. Höchste Zeit, dass ihr eure elektronischen Helfer einem Klimaputz unterzieht. Mit unseren Tipps behaltet ihr Handy und weitere Geräte unter Kontrolle.

Denkt an den Ressourcenverbrauch

Die Herstellung von Smartphones benötigt massig Energie und viele wertvolle Rohstoffe. Daher solltet ihr euer Handy über mehrere Jahre nutzen. Wer ein besonders langlebiges Modell sucht, greift zum Fairphone 2: Durch die modulare Bauweise könnt ihr kaputte Einzelteile – wie zum Beispiel das Display – ganz einfach selbst auswechseln. Soweit möglich, setzen die Entwickler zudem auf fair gehandelte Materialien.

Nutzt das Smartphone effizient

Akku fast leer? Smartphone-Nutzer kennen diese Nachricht zur Genüge. Dabei ist es kinderleicht, den Stromfressern den Garaus zu machen. Beginnt damit, die Helligkeit des Screens zu drosseln. Zudem solltet ihr WLAN, GPS und mobile Daten nur dann aktivieren, wenn ihr sie braucht. Vorsicht bei Apps: Viele Dienste saugen euch auch im Offline-Modus die Energie aus dem Handy. Abhilfe schafft eine App wie der Battery Defender für Android-User. Er beendet alle nicht benötigten Applikationen automatisch.

Spart Energie an PC und Laptop

Wer sein Smartphone effizient nutzt, sollte auch ein Auge auf seinen Computer haben. Hier gilt: Kauft euch das Gerät mit jener Ausstattung, die ihr wirklich braucht. Denn Prozessoren, Grafikkarten und Bildschirm verbrauchen bis zu 75 % des Stroms. Darüber hinaus könnt ihr einiges an Energie sparen, wenn ihr alte Dateien, Treiber und temporäre Ordner regelmäßig löscht. Auch eine schnelle Internet-Verbindung reduziert den Verbrauch.

Verwendet grüne Suchmaschinen

Im Internet surfen und dabei Öko- und Sozialprojekte fördern? Bestimmte Suchmaschinen machen es möglich. Ecosia unterstützt pro Klick die Aufforstung von Wäldern. Weltweit wurden bereits mehr als drei Millionen Bäume gepflanzt, zuletzt im afrikanischen Burkina Faso. Die Umweltlupe liefert „grüne Ergebnisse“: So werden bei den Suchresultaten die Seiten jener Unternehmen, Organisationen oder Produkte nach oben gereiht, die von der Redaktion auf ihre Umweltfreundlichkeit geprüft wurden.

Recycelt Smartphone und Laptop

Entsorgt eure nicht mehr verwendeten Handys und Laptops richtig und werft sie nicht in die normale Mülltonne. Schadstoffe aber auch verwertbare Metalle stecken darin. Über Handyrecycling-Plattformen wie tolle-tonne.at oder Initiativen wie ROTE NASEN Clowndoctors lassen sich gleichzeitig karitative Projekte unterstützen. Für IT-Geräte aller Art bietet der Dienstleister AfB social & green IT eine Lösung: Hier kann man funktionstüchtige IT abliefern. Nach Reinigung und Löschung der Daten werden die Geräte wiederverkauft – vielleicht ist auch für euch ein Schnäppchen dabei.

Unser Tipp zum Abschluss: Schaltet Handy und Computer über Nacht aus und gönnt euch und der Umwelt eine Verschnaufpause! Weitere Klimaputztipps findet ihr demnächst auf dem VERBUND-Blog.

 

Foto © Fairphone