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Im Draukraftwerk Rosegg haben wir einen hunderte Tonnen schweren Maschinensatz millimetergenau eingerichtet

Wie perfekt ist perfekt? Die Kolleginnen und Kollegen an der Drau wollen es wissen. Auf den Millimeter genau. Seit Stunden sitzen sie im Kreis, tief unten im Kraftwerk Rosegg. In ihrer Mitte ragt eine frei stehende Stahlwelle über mehrere Stockwerke hinauf in Richtung Krafthausdecke. Es gilt, den Lagertisch für die 40 Tonnen schwere Welle möglichst exakt einzurichten.

In einigen Tagen wird erstmals Wasser auf die nagelneue Kaplan-Turbine geleitet, und dann muss die Welle die Kraft exakt vertikal elf Meter hinauf zum Generator übertragen. Das präzise Einrichten erfordert Ehrgeiz und Konzentration. Gar nicht hilfreich, wenn in solchen Momenten der Pressesprecher hereinschneit und den mitgebrachten Reportern die Geduldsarbeit lapidar erklärt: „Es soll halt nicht eiern.“

Mitleidiges Lächeln der Werkkundigen. Der Pressesprecher verspricht, im Gegenzug für ein Foto ganz hurtig ein anderes Kraftwerksareal aufzusuchen, wo nämlich bereits die Pole am mächtigen Generator montiert werden. 120 Tonnen wiegt der Rotor, der mittels Schwerlastkran auf die Welle aufgesetzt werden wird.

Zwei Tage später ist es vollbracht. Ein neuer Maschinensatz  ist fertig montiert: „Und jetzt willst kein Foto machen?“ Gerne, Gruppenbild mit Jubel.

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Copyright der Bilder: VERBUND


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