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Oben der Verkehr, in der Mitte die Fische und darunter Strom aus Wasserkraft: Nußdorf ist ein Verkehrsknotenpunkt der besonderen Art. Die schmucke Jugendstilarchitektur und das versteckte Kraftwerk werden jetzt um eine moderne Fischwanderhilfe bereichert.


Das Kraftwerk Nußdorf im Stile Otto Wagners
Strom aus Wasserkraft ist fein, vor allem, wenn er nahe bei den Verbrauchern erzeugt wird. Nur wenige Städte können sich so über Strom aus Wasserkraft freuen wie Wien. Mit der neuen Fischwanderhilfe in Nußdorf haben nun auch die Fische Grund zur Freude: die 4 Meter Fallhöhe, die am Kraftwerk in Nußdorf derzeit eine unüberwindliche Hürde darstellen, werden elegant überwunden. 320 Meter Länge misst die Fischwanderhilfe. Kunstvoll wird sie sich entlang der Böschung vor dem Wehrhochwinden, um dann unter der Otto-Wagner-Brücke zu verschwinden.
Ein Tunnel in den Stein geschlagen
Der Tunnel wurde bereits ausgebrochen, wobei die Mineure vorher behutsam mit Betoninjektionen die Stabilität der Brücke absicherten. Durch diese Unterführung werden die Fische künftig wandern.
Baugruße Fischwanderhilfe Nußdorf
Auf der anderen Seite wartet ein breiter, naturnaher Tümpel für die Fische. Vorläufig nur eine staubige Schottergrube wird er Rastplatz und vielleicht auch Lebenszone für Fische sein.
Ein steinerner Löwe auf der Otto-Wagner-Brücke

In dem historisch wertvollen Ensemble wird jeder Spatenstich zweimal überlegt. Die Denkmalschützer haben fast so hohen Stellenwert wie die Ökologen. Diese haben die Fischwanderhilfe so ausgelegt, dass selbst seltene und große Exemplare ihren Weg finden. Selbst ein Riesenwels mit 1,5 Metern Länge könnte bequem durch die Fischwanderhilfe schlüpfen. Nichts ist dem Zufall überlassen, selbst die Winkel der Betonelemente sind exakt darauf berechnet, eine für Fische attraktive Strömungssituation zu erzeugen..

In den heißen Sommermonaten ist noch gut sichtbar, was sich in wenigen Wochen unter Wasser befinden wird. Schwere Betonteile sichern die Fischwanderhilfe und bilden einen scharfen Kontrast zum denkmalgeschützten Ensemble.

Das Projekt ist eine Kooperation von  Donauhochwasserschutz-Konkurrenz (DHK) und VERBUND Hydro Power GmbH und wird unterstützt aus Mitteln des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie, Stadt Wien, Wiener Fischereiausschuss sowie dem Niederösterreichischem Landesfischereiverband.


Mehr zum Gemeinschaftskraftwerk Nußdorf: https://www.verbund.com/de-at/ueber-verbund/kraftwerke/unsere-kraftwerke/nussdorf-wien