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01. September 2016

„Meine Frau will aus dem E-Auto nicht aussteigen“

Andreas Lanz weiß: Jeder kann die Energiezukunft mitgestalten. Der VERBUND-Prokurist begeistert mit seinem E-Auto Freunde und Familie. Im flow-Blog spricht er über futuristische Fahrerlebnisse, Photovoltaik und Steckdosen in der Provinz.

flow_Herr Lanz, wann hat es bei Ihnen Klick gemacht? Wo haben Sie sich in die Elektromobilität verliebt?

Andreas Lanz_Meine Frau und ich waren auf der Suche nach einem „Muss mal schnell wohin-Auto“. Wir brauchten einen Zweitwagen, mit dem wir die Kinder in die Schule bringen oder Einkäufe erledigen. Beim Preisvergleich haben wir festgestellt: Mit einem Elektroauto können wir – neben der emissionsfreien Fahrt – auch Geld sparen. Daher haben wir seit einem Jahr einen Renault Zoe.

flow_Viele verbinden ein E-Auto immer noch mit hohen Kosten: Warum ist es für Sie auf Dauer günstiger?

Lanz_Weil ich kaum etwas für meinen Treibstoff bezahlen muss – dank meiner Photovoltaikanlage. Wenn die Sonne scheint, lade ich binnen sechs Stunden Strom für 100 Kilometer. Damit komme ich dann ungefähr eine halbe Woche aus. Für meinen Bedarf ist die Kombi „Solarkraft-Elektroauto“ perfekt. Sollte die Sonne nicht scheinen, tanken wir natürlich mit Strom aus 100 % Wasserkraft.

flow_Hat sich auch das Fahrgefühl verbessert?

Lanz_Total, denn der Wagen ist extrem leise und alltagstauglich. Durch den schnellen Drehmoment hat er zudem eine irre Beschleunigung. Meine Frau will aus dem Auto gar nicht mehr aussteigen und so sind wir mittlerweile schon knappe 13.000 Kilometer gefahren. Etwas gewöhnungsbedürftig ist das futuristische Geräusch der Fußgängerwarnung, sobald man unter 30 km/h fährt.

flow_Haben Sie schon andere mit dem E-Autofieber angesteckt?

Lanz_Ein Bekannter saß einmal selbst am Lenkrad und war sofort überzeugt. Als Kleinunternehmer genießt er zudem Steuervorteile: Alle rein elektrischen Firmenfahrzeuge sind voll von der Vorsteuer absetzbar und vom Selbstbehalt befreit. Generell finden acht von zehn Leuten den Wagen super. Und für meine Kinder gibt es sowieso nichts Besseres, als in der Schule von ihrer Fahrt mit einem Elektroauto zu erzählen.

flow_Was sagen Sie Leuten, die E-Autos nur mit kurzer Reichweite verbinden?

Lanz_„Und wie weit kommst mit dem?“ Das ist tatsächlich oft die erste Frage, die ich höre. Für mich ist das aber irrelevant, weil ich das Auto für Kurzstrecken nutze. Meine längste Fahrt ging an den Wolfgangsee in Salzburg – das waren 70 Kilometer. Im Kofferraum habe ich dann immer einen mobilen Adapter, mit dem ich die Batterie an jeder Kraftsteckdose aufladen kann.

flow_Was halten Sie generell von der Ladesituation in Österreich? Kommt man gut von A nach B?

Lanz_Dazu eine kleine Anekdote: Ich wohne in Moosbach, einer der kleinsten Gemeinden Oberösterreichs. Vor einem Jahr habe ich eine Gemeindebedienstete gefragt, ob man bei uns laden kann. Die Antwort: „Eh kloar, schon lange.“ Im Grunde ist also jedes Provinznest heute schon auf E-Mobilität vorbereitet. Außerdem bin ich SMATRICS-Kunde und profitiere so auch vom flächendeckenden Netz an Ladeinfrastruktur in ganz Österreich.

flow_Für die nötigen Zapfsäulen ist also gesorgt – doch warum ist Strom nun der Treibstoff der Energiezukunft?

Lanz_Öl ist essenziell für viele Medikamente und Kunststoffe. Es als Benzin zu verbrennen, ist für mich, wie wenn man eine gute Flasche Rotwein wegschüttet. Darüber hinaus werden gerade für Menschen in Städten die Themen Nullemission und geringe laufende Kosten immer wichtiger. Darum ist für mich der Antrieb der Energiezukunft elektrisch.

flow_Vielen Dank für das Gespräch!

Lust bekommen, selbst per E-Auto durch die Gegend zu düsen? Mehr Infos zum Thema findet ihr hier: Elektromobilität bei VERBUND.

© Titelbild: Andreas Lanz