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14. Dezember 2016

So verkehren die Daten im Smart Home

Ob für die Entwicklung smarter Apps oder zur Stärkung des Stromnetzes: Daten sind der Rohstoff für die Energiezukunft. Doch welchen Nutzen bringt die Analyse der Daten euch als Kunden? Und wie sieht es mit der Sicherheit der Daten aus? flow klärt auf.

Morgens die bereits automatisch vorgeheizte Küche betreten, das Frühstücksei mit eigenem Solarstrom zum Kochen bringen und den Energieverbrauch jederzeit via Tablett im Griff behalten: Das Leben im VERBUND-Eco-Home hat wirklich Klasse! Damit die Zukunft smart bleibt, tüfteln wir bei VERBUND schon an weiteren Services für euch. Der Schlüssel dazu? Eine genaue Datenanalyse.


Michael Schramel, Projektleiter bei VERBUND
Michael Schramel, Projektkoordinator bei VERBUND

Energiespartipps und Bügeleisenapps 

„Die Analyse von Verbraucherdaten hilft uns, maßgeschneiderte Services für unsere Kunden zu entwickeln“, schildert Michael Schramel, Projektkoordinator bei VERBUND. Zum einen unterstützen Daten dabei, Energiefresser aufzuspüren. Für euch als Smart-Home-Bewohner bringt das mehr Transparenz auf der Stromrechnung. Zum anderen können damit smarte Apps entwickelt werden, die euch etwa mit Sicherheitshinweisen versorgen. Etwa falls ihr vergesst, das Bügeleisen auszustecken.

Große Potenzial sieht Schramel auch bei Energiespartipps – nicht nur um den Nutzer beim Geldsparen zu helfen, sondern auch das Netz zu stabilisieren. „Sonnen- und Windkraft sind wichtig für die Energiezukunft, aber ihr Ertrag ist wetterabhängig“, so der Experte. „Künftig könnten Smart-Home-Bewohner spielerisch motiviert werden, ihren Energieverbrauch der Netzsituation anzupassen.“ Mögliche Anreize dazu sind etwa Gewinnspiele oder Rabatte auf Strompreise, die über Apps angeboten werden.

Datenanalysen mit twingz

Doch bis es soweit ist, muss ein Weg durch den Datendschungel gefunden werden. VERBUND arbeitet daher eng mit Start-ups zusammen, die sich mit der Analyse von Verbraucherdaten auseinandersetzen. Ein Beispiel ist twingz. Das österreichische Unternehmen entschied im Oktober die VERBUND-Start-up-Challange im Rahmen des Wettbewerbs „Innovation to Company“ für sich.

Die prämierte Idee: Der eCoach – ein Energiemanagement-System, das den Stromverbrauch von Geräten erfasst, steuert und überwacht. Das Konzept ist schnell erklärt. Im Stromzähler angebracht, sammelt der eCoach die Verbraucherdaten. Mittels einer App werden diese auf dem Smartphone visualisiert. Als Nutzer habt ihr so stets den Überblick über euren Energieverbrauch. Darüber hinaus erfasst das Tool auch die Erträge eurer Photovoltaikanlage.

Privatsphäre hat oberste Priorität 

Die nötige Technik für die Datenverarbeitung steht somit in den Startlöchern – doch auch im Smart Home gibt es eine Gretchenfrage: Wie halten es die Entwickler mit der Datensicherheit? „Der Schutz der Verbraucherdaten hat für uns oberste Priorität“, stellt Michael Schramel klar. „Bei all unseres Angeboten kommen daher strenggeprüfte Produkte und Sicherheitsstandards zum Einsatz.“

Bestes Beispiel ist das smarte Heizsystem tado°: Um eure Wohnung optimal vorzuheizen, rechnet das System via Smartphone-Signal die Entfernungen zu eurem Zuhause aus. Weiß tado° also immer, wo ihr euch gerade befindet? Keine Sorge, denn eure Daten werden anonymisiert ausgewertet, verschlüsselt übertragen und anschließend sofort gelöscht. So könnt ihr guten Gewissens euer wohliges Zuhause genießen. Die Energiezukunft kann also kommen.

Ihr wollt mehr über die neuesten Entwicklungen und Smart-Home-Lösung erfahren? Weitere Informationen über aktuelle Angebote erfahrt ihr hier: VERBUND-Eco-Home.

© Titelfoto: VERBUND