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19. Januar 2017

Winterdienst für Fortgeschrittene

Jetzt ist Hochsaison für Schneeräumung. Bei der Malta-Hochalmstraße kann das leicht zum Extremerlebnis werden, weil Winterdienst auf 2.000 Höhenmeter eine ganz eigene Herausforderung für die VERBUND-Mitarbeiter ist.

Während in jeder Sommersaison um die 120.000 Besucher über die Malta-Hochalmstraße hinauf zur Kölnbreinsperre fahren, geht es in den Wintermonaten deutlich beschaulicher zu. Genau genommen sind es im Winter nur jeweils zwei Kollegen aus dem Team der Bauwerksbeobachter, die im obersten Stock des Berghotels ihre Zimmer bezogen haben und gewissenhaft das tägliche Mess- und Kontrollprogramm abarbeiten. Bei Wind, Kälte und einer oft meterhohen Schneedecke.

Warnhinweis: Winterdienst-Sperre der Malta-Straße
Schneefräse im Winterdienst-Einsatz in Malta
Wenn dem so ist, dann hat die firmeneigene Schneefräse ihren dienstäglichen Einsatz und arbeitet sich langsam  die zugeschneite Hochalmstraße bis zum Berghotel hinauf. „An diesen Dienstagen ist dann auch das Kraftwerk Malta-Oberstufe für die Kollegen für kurze Zeit zugänglich.“ Zeit zum Trödeln hat nämlich niemand. „Nach dem Dienstwechsel wird die Straße am Dienstag Nachmittag sofort wieder gesperrt“, erklärt Baumgartner, „denn durch Schneeverwehungen und Eisschlag wird eine Auffahrt meist sehr schnell wieder unmöglich.“
Schneefräse im Winterdienst Malta
Aber was geschieht, falls die Lawinenkommission aus Sicherheitsgründen die Schneeräumung nicht zulässt? Dann kommt anstelle der firmeneigenen Schneefräse der nicht firmeneigene Hubschrauber zum Einsatz. Das ist dann teurer, aber nicht zwangsläufig zuverlässiger. Von unserem vierköpfigen Kernteam der Bauwerksbeobachter kann jeder die Geschichte erzählen, als der frischgetretene Landeplatz beim Berghotel ungenutzt wieder zuschneite, weil das Winterwetter auch einen Hubschraubereinsatz nicht zuließ.
Dienstbeginn für Mitarbeiter im Winterdienst
Panoramabild der Kölnbreinsperre im Winter