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Die gemeinnützige Bildungsinitiative Teach for Austria lädt regelmäßig Führungskräfte in Schulen mit sozial benachteiligten Kindern. Zwischen Aufsichtsrat und Bilanz nahm sich Vorstandsvorsitzender Wolfgang Anzengruber wie im letzten Jahr wieder Zeit, zurück in die Schule zu wechseln.

Wolfgang Anzengruber vor der Schulklasse im Unterricht
Teach for Austria unterstützt Schulen mit sozial benachteiligten Kindern durch ein „Fellow“-Programm. Dabei werden Akademikerinnen und Akademiker aller Studienrichtungen für 2 Jahre zu Lehrkräften und unterrichten dort als Lehrer und Lehrerinnen mit einer vollen Lehrverpflichtung. Zusätzlich werden Führungskräfte aus der Wirtschaft eingeladen, Unterrichtseinheiten mitzugestalten. Dieser Austausch erweitert den Horizont alle Beteiligten enorm, wie wir in der Neuen Mittelschule Greiseneckergasse in Wien-Brigittenau feststellen konnten.
Gerald Fleischanderl, Fellow bei Teach for Austria und Wolfgang Anzengruber vor der Schultafel
Gerald Fleischanderl und sein heutiger Hilfslehrer Wolfgang Anzengruber
Gerald Fleischanderl ist einer der „Fellows“ im Teach for Austria-Programm. Seit 2016 unterrichtet der studierte Wirtschaftswissenschaftler zusammen mit Kollegin Marina Salonen Mathematik in einer 3. Klasse der NMS. Heute hat er sich und die Kinder auf „Strom“ vorbereitet. Ziel ist es, über den praktischen Zusammenhang mit Stromverbrauch und –kosten ein Gefühl dafür zu bekommen. Der Einstieg ist einfach. Die Kinder haben keine Hemmungen, zu schätzen und zu fragen. Was ist eine Kilowattstunde? Und was kann ich damit machen? Dafür haben wir Strom-Messgeräte mitgebracht und die Klasse macht sich auf die Jagd nach den Stromverbrauchern im Klassenzimmer. Dann wird gerechnet. Da staunen die Kinder nicht schlecht, wenn sie am Ende feststellen, dass eine Energiesparlampe 10 Tage durchgehend brennen kann- und dass um nur 18 Cent (Eine vereinfachte Annahme der Bruttokosten einer Kilowattstunde, dabei ist der Strom noch das günstigste daran. Die Berechnung von Netz- und Ökostromkosten würden sogar Maturanten überfordern…)
18 Cent in Münzen neben dem VERBUND-Strommessgerät
Verblüffende Erkenntnis: was kann man für 18 Cent alles mit Strom betreiben?
Das Staunen ist auch auf Seiten der Gäste von VERBUND- beim Gespräch mit Direktorin Edith Kornher-Spittler. Zu kämpfen hat die Leiterin der NMS Greiseneckergasse nicht nur mit der Infrastruktur, die nicht mehr zeitgemäß genannt werden kann, sowie der fehlenden Präsenz der Eltern und vielem mehr. Die meisten Schülerinnen und Schüler haben Migrationshintergrund und als große Hürde erweist sich die Kommunikation mit den Eltern, deren Unterstützung für den Schulerfolg so wichtig wäre.

Wie Teach for Austria dabei hilft, erfahrt ihr unter www.teachforaustria.at 
Direktorin Edith Kornher-Spittler udn Wolfgang Anzengruber von VERBUND im Gespräch
Direktorin Edith Kornherr-Spittler berichtet aus erster Hand von den Herausforderungen des Schul-Alltags