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30. März 2017

VERENA-Preis: Starke Projekte für die Energiezukunft

Der erste Solarkollektor aus Kunststoff: Mit dieser Innovation gewann Sunlumo Technology aus Oberösterreich den VERENA-Award 2017 von VERBUND. Auch die anderen Nominierten überzeugten – flow hebt sie für euch aufs Podest.

Die Solarkollektoren von Sunlumo werden am Feld getestet.
Im Feldtest: Die komplett aus Kunststoff gefertigten Solarkollektoren des oberösterreichischen Green-Technology-Unternehmens Sunlumo. © Sunlumo Technology GmbH

Mit Innovationskraft in die Energiezukunft starten! Am 28. März wurde zum 15. Mal der VERBUND-E-Novation-Award – kurz VERENA – vergeben. Das Stromunternehmen fördert damit im Rahmen des österreichischen Staatspreises für Innovation die beste praxisorientierte Forschung mit 12.000 Euro. Welche spannenden Energieprojekte diesmal dabei waren? Wir präsentieren die Top Drei.

Photovoltaikanlagen für alle
„Solarenergie jedem zugänglich machen“ – diese Vision führte Sunlumo Technology aus Oberösterreich zum Sieg des VERENA-Awards 2017. Zusammen mit der Johannes Kepler Universität Linz entwickelte das Unternehmen das einzigartige „Eine-Welt-Solar-System“. Das Besondere: Die Solarkollektoren bestehen aus Kunststoff. Das reduziert das Gewicht von 20 auf gerade mal acht Kilogramm pro Quadratmeter. Solarwärmeanlagen werden so leistbarer. Denn das neue Material verringert die Herstellungskosten um mehr als die Hälfte. Doch Sunlumo setzt noch einen drauf: Bei herkömmlichen Anlagen sind Fachwerkzeuge für die Montage ein Muss – das neue System kann hingegen auch von Laien montiert werden. Möglich machen das clevere Steckverbindungen. Eine Innovation, die der Sonnenkraft neuen Glanz verleiht.

Die Sieger des VERENA-Award 2017 im Video

Energiemanagement leichtgemacht
Heizen, Kühlen, Frischwasseraufbereitung und Wohnraumlüftung mit einem Gerät? Und das auf einer Stellfläche von weniger als einem Quadratmeter? Was wie Zukunftsmusik klingt, ist dank der Niedrigenergiehaus-Wärmepumpe – kurz NHWP – von MECO-Erdwärme aus Tirol bereits Realität. Gemeinsam mit OVUM Heiztechnik und der Universität Innsbruck verfolgte das Unternehmen ein Ziel: Neueste Effizienztechnologien erstmals in einem steckfertigen System zugänglich machen. Und das ist wörtlich zu verstehen, denn bei dieser Innovation gilt: Einfach einstecken und los geht’s. Dank des 500-Liter-Speichers und des effizienten Energiemanagements, stimmt NHWP automatisch das Angebot der Photovoltaikanlage mit dem Bedarf von Haushaltsgeräten ab. Ist mehr Energie verfügbar, erzeugt sie Wärme und speichert diese für später.

Die Niedrigenergiehaus-Wärmepumpe benötigt eine Stellfläche von weniger als einem Quadratmeter.
Effizient und einfach: Die Niedrigenergiehaus-Wärmepumpe von MECO-Erdwärme, OVUM Heiztechnik und der Universität Innsbruck. © OVUM Heiztechnik GmbH

Fassadenlösung der Energiezukunft
Kann mit Wärmedämmung so viel Energie gespart werden, wie sie auch eine Photovoltaikanlage erzeugen würde? Ja, mit dem einzigartigen High-Tech-Fassadensystem der steirischen Spezialisten von wInterface und der TU Graz. Das Erfolgsgeheimnis liegt in 3D-Modellen der Gebäude. Das Dämmmaterial lässt sich dadurch noch präziser anpassen. Ein weiterer Vorteil: Das vorgefertigte Modulsystem erlaubt eine witterungsgeschützte Produktion aller Elemente in Hallen. Am Bauwerk können diese dann in wenigen Tagen auf- und wieder abgehängt werden. Zusätzlich ist jedes Modul mit einem RFID-Chip versehen. Dank diesem ist der Fassadenzustand jederzeit per Smartphone ablesbar. Eine Innovation, die auch die Umwelt freut: Dank recycelbarer Produkte vermeidet wInterface übermäßige Staubbelastung und Sondermüll.

Wolfgang Winter und Ingo Riemenschneider von wInterface stehen unter blauem Himmel.
Eine energiesparende Wämedämmung mit vorgefertigten Modulen: Wolfgang Winter (li.) und Ingo C. Riemenschneider (re.) von wInterface. © Robert Frankl
Wir gratulieren dem Sieger und allen Nominierten herzlich zu ihren tollen Projekten! Weitere News aus der Welt der Energie gibt es hier: VERBUND-Innovationen.

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© Titelfoto: BM für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft/APA-Fotoservice/Schedl