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30. August 2017

Ente Doris’ Energie-ABC: Energiereise rund um die Welt

Eine Stadt, die so gut wie keinen Müll produziert? Grüner Strom, der im Herz der Alpen gespeichert wird? VERBUND-Ente Doris fliegt für uns um den Globus, um die neuesten Trends für die Energiezukunft aufzuspüren.

Die Erdbevölkerung wächst rapide an und der Energiebedarf steigt. Dazu kommen der Klimawandel und immer knappere Ressourcen. Natürlich weiß ich als schlaueste Ente bei VERBUND längst über solche Herausforderungen Bescheid. Doch wie gehen Länder rund um den Globus damit um? Die einfachste Lösung, das herauszufinden: eine Energiereise. Und wer wäre besser dafür geeignet als ich? Immerhin muss ich einfach nur die Flügel ausbreiten und los geht’s!

Sonnenenergie für Afrikas Haushalte
Schon zu Beginn der Energiereise werden meine Flugfähigkeiten unter Beweis gestellt: Es geht nach Afrika. Dort angekommen staune ich nicht schlecht. Die Berliner Firma Mobisol versorgt in Tansania und Ruanda nicht ans Stromnetz angeschlossene Haushalte mit Energie. Wie das funktioniert? Dank privater Solarsysteme. Bezahlt werden können diese über einen Zeitraum von bis zu 36 Monaten per „Micro Payments“. Ich erfahre, dass bisher über 35.000 Familien versorgt wurden – und mein Entenherz macht einen Freudensprung.

Die Solarsysteme von Mobisol werden in Afrika mit einem Boot über den Fluss transportiert.
Private Solarsysteme von Mobisol versorgen afrikanische Familien mit sauberer Energie. © Mobisol

Müll treibt schwedische Busse an
Obwohl das Fliegen in meiner Entennatur liegt, stellt mich die Energiereise vor ganz schön große Herausforderungen: Mein nächstes Ziel lautet Schweden. Dort zeigt die 72.000-Einwohner-Stadt Borås eindrucksvoll, wie aus Abfall effizient Energie gewonnen wird. Nur 4 % des anfallenden Mülls landen auf der Deponie. Der Rest wird recycelt. Eine Stadt, die so gut wie gar keinen Mist produziert? Vor lauter Staunen bekomme ich meinen Schnabel kaum mehr zu. Doch damit nicht genug. In Borås fahren die Müllfahrzeuge und die Busse des öffentlichen Verkehrsnetzes mit Biogas, das aus den Abfällen gewonnen wird. Auch beim Heizen kommt Müll zum Einsatz. Denn immerhin besitzt dieser einen Heizwert, der mit jenem von Braunkohle vergleichbar ist. Ich gelte zwar als äußerst kritische Badewannenbewohnerin, diesmal bin ich aber ausnahmslos begeistert.

Heimische Berge als Stromspeicher
Mein letzter Stopp bringt mich zurück nach Österreich. Dort scheint mir die Sonne auf den Schnabel, der Wind bläst durch meine Federn – perfektes Wetter, um grüne Energie zu gewinnen. Aber was tun, wenn Sonnenschein und Wind ausbleiben? Die schlaue Antwort: Der Strom muss gespeichert werden, zum Beispiel mit Wasserkraft. Vergangenen Oktober nahm VERBUND das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II in Kärnten in Betrieb, das 250.000 Haushalte versorgt. Aber auch für Privatpersonen werden Speicherlösungen immer attraktiver. Etwa, um eigenen Solarstrom effizienter zu nutzen. Wusstet ihr, dass ein leistungsstarker Batteriespeicher Energie für einen halben Tag im Normalbetrieb liefert?

Das Pumpspeicherkraftwerk Reißeck II in Kärnten.
Tief in der Bergwelt Kärntens ruht das Pumspeicherkraftwerk Reißeck II. © VERBUND

Höchstzufrieden bin ich am Ende meiner Energiereise angekommen und fliege nach Hause. Ich kann beruhigt sein: Die Energiezukunft hat an vielen Orten der Welt längst begonnen.

Eure Ente Doris

Lust auf eine Energiereise bekommen? Auch in Österreich gibt es spannende Ausflugsziele. Weitere Infos findet ihr hier: VERBUND-Tourismus.

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