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Mit der Studie "Stromzukunft 2030" der TU Wien (Juli 2018) wurde erstmals ein detailliertes Szenario für den Umbau des österreichischen Stromsystems vorgelegt. Das Ergebnis: 100 % erneuerbarer Strom bis 2030 ist technisch möglich. Das Stromsystem und die Speichermöglichkeiten sind für die Zukunft hervorragend vorbereitet. VERBUND leistet dazu einen wesentlichen Beitrag mit seinen Energiespeichern und Technologien zur dezentralen Stromerzeugung.

Malta-Oberstufe

Seit 70 Jahren für die Energiezukunft

Seit 1947 gestaltet VERBUND die Energiezukunft für kommende Generationen mit und baute die Stromerzeugung mit Wasserkraft aus. Das waren in den  1950iger Jahren große Wasserkraftprojekte wie das Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug oder Kaprun. Parallel dazu hat Österreichs Stromunternehmen seine Verantwortung für Umwelt- und Klimaschutz ernst genommen und in Fischwanderhilfen sowie Renaturierungsmaßnahmen kräftig investiert. 

Durch diesen Fokus und Ausbau der Stromerzeugung aus Wasserkraft kommt heute der Strom daher zum größten Teil aus Wasser- und Windkraft. Unser Land ist darin Vorreiter. Ziel ist es, in den nächsten Jahren, Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. 

Strom für die nächsten 70 Jahre

VERBUND tritt besonders für eine CO2-freie Zukunft ein. Neben der Dekarbonisierung geht der Trend eindeutig in Richtung Dezentralisierung, dabei ist die Digitalisierung ein wesentliches Werkzeug. 

VERBUND arbeitet intensiv an innovativen und nachhaltigen Energielösungen, um den nächsten Generationen eine einwandfreie Stromzukunft bieten zu können, mit smarten Tools und intelligenten Produkten zur Steuerung der Energieflüsse (Eco-Home), zum Stromsparen und mit Elektromobilität.

Die dezentrale Stromerzeugung durch Verbraucher (Prosumer) – die also selbst Strom produzieren und ins Netz einschleusen – stellt das Energiesystem vor große Herausforderungen. Hier spielt die Digitalisierung eine wichtige Rolle. Sie ermöglicht es, dass Erzeugung und Verbrauch gut zusammenspielen und intelligent genutzt werden kann. Sie hilft auch bei der Vermarktung von Stromflexibilitäten, erleichtert die Teilnahme am Regelenergiemarkt und bietet eine sichere Abrechnung über neue Technologien wie Blockchains.  

Zukunftsweisende Technologie: Blockchain

Ein neues Anwendungstool für Prosumer ist Blockchain, ein kosteneffizientes Transaktionstool, mit dem der Prosumer Strom aus eigener Produktion mit anderen Bewohnern tauschen.  Derzeit läuft ein Mieterstromprojekt in einer Siedlung in Köstendorf (Sbg.) sowie in Böheimkirchen (NÖ). Bewohner oder Mieter können ihren selbst erzeugten PV-Strom mittels Blockchain an andere Hausbewohner übertragen, weil sie z.B. im Urlaub sind und daher weniger Strom brauchen. 

Die Blockchain-Technologie erlaubt hier fälschungssicheres, komplex verschlüsseltes Übertragen von Daten und das Abrechnen der Tauschgeschäfte. Es sind keine Zwischenhändler dazwischengeschaltet, daher fallen diese Transaktionen wesentlich günstiger aus. 

Dezentralisierung braucht stabiles Stromsystem

Auf dem Weg zur CO2-freien Stromerzeugung und der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien (EE) erscheint aus Klimaschutz-Sicht unumgänglich, sowohl auf internationaler Ebene als auch in Österreich. Österreich kann hier auf einem soliden Fundament aufbauen, da historisch betrachtet bereits substanzielle Anteile des Strombedarfs durch Erneuerbare gedeckt werden.

Dies besagt die Studie „Stromzukunft Österreich 2030“ der TU Wien gemeinsam mit der IG Windkraft, die einen Blick in die Stromzukunft Österreichs geworfen hat: Es braucht einige Erfordernisse, damit bei Fortführung des Systemwandels ein mittelfristig nahezu alleinig auf erneuerbarer Erzeugung basierendes Stromsystem aus technischer und ökonomischer Sicht funktionieren kann. Dazu braucht es die Anbindung der Pumpspeicherregionen in Süd- und Westösterreich, die notwendige 380kV-Einbindung der Windkraftanlagen an das Übertragungsnetz, die Donauschiene als Teil der Ost-West-Verbindung für Österreich, wichtig für die zu transportierenden Stromflüsse; der bereits verstärkte Salzburgabschnitt stellt eine wichtige Nord-Süd-Verbindung und Anbindung an die Pumpspeicher-Standorte in West- und Süd-Österreich.

Das bedeutet schlussendlich, dass die geplante vollständige Schließung des 380 kV-Rings eine notwendige Voraussetzung für die zukünftige Versorgungssicherheit Österreichs darstellt. 

Gleichzeitig gilt: Sind alle angenommenen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel die derzeit geplanten und veröffentlichten Stromnetzerweiterungen in Österreich und Europa, rechtzeitig, ist die Versorgungsicherheit, unter den gegebenen Annahmen, in Österreich zu 100 % sichergestellt, da die Stromnachfrage in jeder Stunde zu 100 % gedeckt werden kann, so die Studie. 

Für eine Zukunft mit verstärktem Einsatz erneuerbarer Energien

Und VERBUND arbeitet energisch daran, Lust auf Energiezukunft zu machen, was auch ihre wegweisende Veranstaltungen zur Energiezukunft beweisen. Unter dem Titel „Auf in die Energiezukunft! Chancen aus Trends, Innovationen und Veränderungen für Gesellschaft, Klimaschutz und Konjunktur nützen“  bietet VERBUND mit seiner Veranstaltung energy 2050 eine Plattform für Debatten, intensive Diskussionen und Praxisvorträge erfahrener Fachleute, um Wege zum neuen Energiesystem der Zukunft aufzuzeigen.

Die Energiebranche befasst sich hier mit den Entwicklungen in Politik, Technologie, Wirtschaft und Gesellschaft, welche die Zukunft der Energielandschaft gestalten werden. Ziel ist es als Basis für die Energiezukunft, eine breite Kooperation zwischen den einzelnen Systemteilnehmern - Unternehmen, Kunden, Startups, Forschungseinrichtungen etc. – zu schaffen. Es wurden bereits Partnerschaften mit den großen Industrie- und Energieunternehmen SIEMENS, OMV und voestalpine zu den Themen grüner Wasserstoff und Elektromobilität präsentiert.
 
Aber alle Ideen gemeinsam münden in ein Fazit: Es braucht eine starke Netzinfrastruktur und Energiespeicher um Versorgungssicherheit zu garantieren. Man kommt nicht umhin: keine erneuerbaren Energieträger ohne stabiles Stromsystem und Speicher.