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Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt heute in Städten, rund um den Globus ziehen Menschen vom Land in die Stadt. Urbanisierung und Bevölkerungswachstum führen zu Überlastung, Verkehr, Luftverschmutzung und Armut in den Ballungszentren weltweit. Klimawandel und drastische Verknappung natürlicher Ressourcen, v. a. fossiler Energieträger, sind globale Herausforderungen und bestimmen die künftige Gestaltung des Lebensraums Stadt. VERBUND geht in diese Richtung und erste smarte Lösungen zur Vernetzung der Energiesysteme entwickelt, wie Blockchain, Eco-Home sowie Elektromobilität und setzt nun auch auf Photovoltaik im urbanen Raum.

Leise, sauber, grün – so sieht die Stadt der Zukunft aus
Bis dahin ist ein wesentlicher Wandel in den Bereichen Transport, Energie, Datenmanagement und Infrastruktur erforderlich, die auch wirtschaftlich davon profitieren werden. Intelligente Stadtentwicklung - „Smart City“ – und intelligente Energiesysteme, die auf erneuerbare Energiequellen und grünen Strom setzen, sind der Ansatz. Im Grunde geht es darum, die Städte lebenswerter zu machen. Umweltverschmutzung, globale Erwärmung, soziales Gefälle, teure Wohnungen und Kommerzialisierung führen dazu, dass nachhaltige und intelligente Stadtentwicklung immer mehr an Bedeutung gewinnt. Auch die Stadt Wien setzt bereits auf Smart City.

Wachsende Technologisierung urbaner Räume
Mit dem Internet of Things vernetzt sich die Welt zusehends. Milliarden von Sensoren vernetzen Apps und Objekte, Straßen und Logistikzentren, Immobilien und Unternehmen und bauen ein riesiges Netzwerk auf. In diesem Internet of Things (IoT) wird jeder Konsument zum Produzenten von Energie und physischen Dingen, die er am Markt teilt und so an der Sharing Economy mitmischt und den Energiemarkt wesentlich beeinflusst.
VERBUND: Blockchain durch IoT: VERBUND arbeitet  gemeinsam mit der Salzburg AG an Pilotprojekten, um den Einsatz der Blockchain beispielsweise bei der Einbindung von Prosumern in lokale Netze und beim Aufbau eines neuartigen Mieterstrom-Modells zu testen.

Vernetzung der Energiesysteme
Die Digitalisierung ebnet den Weg zu smarten und ökologisch effizienten Großstädten. „Die gezielte Einbindung erneuerbarer Energiesysteme im urbanen Raum ist eine Grundsäule für eine intelligente Welt von morgen“, so Zukunftsforscher Jeremy  Rifkin, Gründer und Präsident der Foundation on Economic Trends (FOET).
Bis 2050 werden 70% der Menschen in Städten leben, was hinsichtlich Energieverbrauch künftig einen massiven Anstieg bedeuten wird. Dem Energiemanagement kommt hier große Bedeutung zu, wie die Energie optimal genutzt, gespeichert und verteilt werden kann. Gebäude werden eng mit thermischen und elektrischen Netzen kommunizieren. Diese intelligenten Energienetze – sogenannte Smart Grids - verbinden Verbraucher, Erzeuger und Speicher über ein Kommunikationsnetzwerk miteinander. 

Mit dem VERBUND Eco-Home, das Smart-Home-System von VERBUND, werden die Energiesysteme im privaten Wohnbereich vernetzt, d.h. die Stromerzeugung mit der hauseigenen Photovoltaikanlage gesteuert und gemanagt, welches Gerät gezielt eingeschaltet werden oder das Elektrofahrzeug geladen werden kann. Zusätzlich ist eine intelligente Heizungssteuerung integriert –die tado-App. Das VERBUND Eco-Home kommuniziert seit Neuestem auch mit Alexa von amazon.

Intelligente Straßen
Zusätzlich wird eine neue Art von Transport die Straße revolutionieren. Fahrzeuge  und Straßen in smarten Städten sind über Sensoren mit dem Internet der Dinge verknüpft.  Straßen sollen sich künftig selbst überwachen, Schäden und Wetterverhältnisse erfassen – sogar Strom erzeugen – und nebenbei den Verkehr optimieren sowie Unfälle vermeiden. Intelligente Verkehrs- und Navigationssysteme sowie die Kommunikation der Autos untereinander wird Realität werden. Die Vision: Das Auto soll uns sicher, entspannt und effizient zu unserem Zielort bringen. 

Licht, das mitdenkt
Interaktive Straßenbeleuchtungen gibt es bereits heute, die in smarten Cities bald Realität werden sollen: In Regau (OÖ) und Bruck an der Mur (Stmk.) wurden bereits Straßen mit smarter Beleuchtung ausgestattet. Ein integrierter Sensor erkennt Verkehrsteilnehmer und fährt die dimmbaren LED-Leuchten in Sekundenschnelle auf die volle Lichtstärke hoch. Sonst läuft das System mit einem Zehntel der Leistung, das spart ca. 85% der Energie. 

VERBUND: Elektromobilität by Smatrics
Strom ist der neue Kraftstoff unserer Fortbewegung. Die Automobilindustrie entwickelt selbstfahrende Autos mit Elektromotoren, die drei- bis viermal effizienter als Verbrennungsmotoren arbeiten. Der Schadstoffausstoß und Treibstoffverbrauch wird dabei wesentlich minimiert. Das hat VERBUND bereits vor Jahren erkannt und errichtete mit SMATRICS ein dichtes Netz an Ladestationen und stellt Infrastruktur für E-Autos sowie ein Routing- und Informationssystem in ganz Österreich zur Verfügung.
Heute bietet SMATRICS ca. alle 60 km eine Ladestation für beschleunigtes Laden an den besten Standorten. So laden Sie immer dann, wenn das Auto ohnedies parkt: bei Supermärkten, Parkgaragen, Hotels, Ausflugszielen, Einkaufszentren, etc. Und Sie nutzen immer garantiert CO2-freien VERBUND Strom aus 100 % Wasserkraft. 

Trend Smart Cities
Der Trend zu den Smart Cities (siehe dazu auch Zentrum für Smart Cities, Fraunhofer) ist unaufhaltsam. Intelligente Energiesysteme können hier einen wesentlichen Beitrag leisten - umweltfreundliche Energie erzeugen und den Energieverbrauch senken. Die schwankende Verfügbarkeit erneuerbarer Energiequellen wird die Synchronisierung von Angebot und Nachfrage vor große Probleme stellen, intelligente Stromnetze können hier Abhilfe schaffen, indem sie Nachfrageschwankungen im Laufe des Tages nivellieren, flächendeckend und auch in den Privathaushalten.

VERBUND arbeitet bereits in diese Richtung und hat das Projekt „Photovoltaik findet Stadt“ initiiert, wie die Photovoltaik bei Privatwohnungen im urbanen Raum genutzt werden kann. Aber mehr dazu im nächsten Blog „Photovoltaik findet Stadt“.