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Die „Burg im Strom“ ist nun um eine Attraktion reicher. Ein Energieerlebnis in 3D lässt die Besucher virtuell in die Welt der Wasserkraft eintauchen. Im Donaukraftwerk Jochenstein kann so nun hautnah erlebt werden, wie Wasser zu Strom wird – das Energieerlebnis Jochenstein.

Energieerlebnis Jochenstein: das Donaukraftwerk Jochenstein in 3D.
Der virtuelle Rundgang im Donaukraftwerk Jochenstein: 3D Erlebnis des VERBUND-Kraftwerks.
Die klassische Ausstellung Energieerlebnis Jochenstein ist im ehemaligen Wehrwärterhäuschen auf oberösterreichischer Seite untergebracht. Sie bietet auf zwei Etagen einen Überblick über die Geschichte des Kraftwerks und die Welt der Stromerzeugung. Während die Gäste im Kino historische Baufilme aus den 1950er Jahren genießen, kann das Smartphone mit Strom aus Wasserkraft kostenlos geladen werden.
Kern des Rundgangs ist eine Handy-App, mit der das Smartphone der Besucher zur 3D-Brille hochgerüstet werden kann. An verschiedenen Standorten des Kraftwerks – auf bayerischer sowohl österreichischer Seite – sind App-Punkte gekennzeichnet, die virtuell in das Innere des Kraftwerks blicken lassen. So sieht man beispielsweise die wahre Größe einer Turbine, das Innenleben der Schiffsschleusen u.v.m.

Faszination Technik am Donauradweg

Das beeindruckende Bauwerk des Kraftwerks Jochenstein begeistert seit Jahrzehnten die Besucher. Das Energieerlebnis Jochenstein macht die unsichtbaren Anlagenteile für die Besucher erlebbar. Denn die Stromerzeugung mit allen Zusatzanlagen geschieht völlig versteckt unter Wasser oder hinter Mauern. Mit der Gratis-App „Energieerlebnis Jochenstein“ und der handlichen Virtual-Reality-Brille entdecken die Gäste verborgene Geheimnisse. So wird erstmals das 7,4 Meter große Laufrad in Originalgröße oder die Funktionsweise der Rechenreinigung und der Energieableitung sichtbar. Ein starkes W-Lan erlaubt den freien Download der App auf das eigene Smartphone. Die zusammenklappbare Virtual-Reality-Brille kann beim Automaten im Infocenter oder im Haus am Strom gekauft oder entliehen werden. All jene, die kein Smartphone zur Verfügung haben, können sich ein iPhone im Haus am Strom ausleihen.

Wissensvermittlung mit der VERBUND-Stromschule

Für Schulgruppen ist die Virtual-Reality-Brille gratis. Über die VERBUND-Stromschule werden für Führungen moderne iPhones zur Verfügung gestellt, um die 3D-Anwendungen allen Schülerinnen und Schülern zugänglich zu machen (siehe dazu Haus am Strom).

Altbewährte Technik trifft auf moderne Apps

Einblicke in die Geschichte des Kraftwerks Jochenstein zu gewähren bedeutet nicht nur, die erfolgreiche Vergangenheit zu zeigen, sondern vor allem auch, sich die Zukunft vor Augen zu führen. Wasserkraft ist verlässlich, sauber und sicher. Zur Gestaltung der Zukunft ist die Wasserkraft dank ihrer Flexibilität und Vielseitigkeit unerlässlich. Wasserkraft ermöglicht , Energie zu speichern und damit die volatile Erzeugung aus Wind und Photovoltaik bedarfsgerecht auszugleichen. Der von VERBUND geplante Energiespeicher Riedl kann ein weiteres, zukunftsweisendes Kapitel der Wasserkraft an diesem Standort sein.
Das Projekt Energiespeicher Riedl befindet sich derzeit in Genehmigung und soll einen Beitrag in der Region für die Integration von Wind und Sonne ins Energiesystem leisten. Dem Zukunftsprojekt Energiespeicher Riedl wurde im neuen Info-Center ein eigener Platz eingeräumt.

Weißes Gold in (Deutsch-)Österreich

Das altehrwürdige, mächtige Donaukraftwerk Jochenstein erzeugt seit 1956 Strom aus Wasserkraft. Seine Besonderheit ist die Zweistaatlichkeit, die dem Umstand entsprang, dass die Anlage sich in der fast 30 km langen Grenzstrecke zwischen der Republik Österreich und der Bundesrepublik Deutschland befand. Österreicher und Deutsche arbeiteten seit 1950 gemeinsam am Gemeinschaftskraftwerk, das durch ein Regierungsabkommen zwischen beiden Bundesrepubliken verwirklicht werden konnte. Bemerkenswert dabei ist, dass bei Beschlussfassung um 1950 zum Bau des Kraftwerks Jochenstein beide Länder  noch von Alliierten besetzt waren und eher danach trachteten beide Länder nachhaltig zu trennen.

Der Bau begann im Herbst 1952, obwohl erste Pläne bereits 1918 existierten. Andere Prioritäten, der Zweite Weltkrieg und die daraus entstandene Nachkriegsordnung rückten wohl die Pläne des Donaukraftwerks Jochenstein wieder in den Vordergrund, v.a. durch die Trennung in Ost- und Westdeutschland kam es zu kritischen Versorgungsengpässen.

In den Jahren 1952 bis 1956 waren rund 2.000 Arbeiter beim Bauprojekt beschäftigt. Das Donaukraftwerk Jochenstein ist mit Inbetriebnahme 1956 das erste und westlichste Donaukraftwerk auf österreichischem Boden.


Virtual Reality Rundgang: gratis Handy-App von VERBUND

Ausflugsziel im Grenzgebiet OÖ – Bayern

Vorbeikommen und in die Welt der Wasserkraft eintauchen lohnt sich – gleich gratis APP herunterladen: www.verbund.com/energieerlebnis-jochenstein

Öffnungszeiten
1. April bis 31. Oktober: täglich 9:00 bis 18:00 Uhr
1. November bis 31.März: Samstag, Sonn- und Feiertage 9:00 bis 16:00 Uhr

Eintritt frei.