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26. November 2018

Wunderbare Welt unter Wasser in Altenwörth

Neun Jahre lang gehört die Turbinenanlage 30 Meter der Donau ganz dem Wasser. In einer einzigen Maschine rauschen pro Sekunde 300.000 Liter von West nach Ost. Nur dann, wenn eine Inspektion ansteht und uns zwingt, die Turbine trockenzulegen, gibt die Donau etwas von ihrem Geheimnis preis.

Laufrad mit Gerüst
Von außen würde niemand vermuten, wie gewaltig die Dimensionen eines Donaukraftwerks sind. Altenwörth ist zudem das leistungsstärkste Flusskraftwerk in Österreich. 2 Milliarden Kilowattstunden steuert es jährlich brav zu Österreichs Stromverbrauch bei. Schadstofffrei und ressourcenschonend liefert Altenwörth verlässlich Elektrizität. Damit das so bleibt, müssen die Kraftwerkerinnen und Kraftwerker von Zeit zu Zeit erforschen, ob die Turbinen immer noch der Donaugewalt stand halten. Lager müssen geprüft werden, die mächtigen Schaufeln des Kaplan-Laufrades werden inspiziert und, wo notwendig, wird der Korrosionsschutz erneuert.
Schnauze des trockenen Generators
Während die Wellen an die tonnenschweren Dammbalken schlagen, offenbart sich im Licht der Scheinwerfer eine geheimnisvolle Welt. Dem Wasser entgegen gewandt ragt die Nase des Generators den Fluten entgegen. Wie ein U-Boot am Trockendock ragt es aus der Finsternis hoch über die Besucher. In seinem Inneren befinden sich die elektrischen Teile. Rotor und Stator gewinnen darin aus der Kraft der Donau elektrischen Strom. Das frische Wasser der Donau kühlt dabei die Anlage und schützt vor unerwünschtem Energieverlust. 
Rechengitter mit Arbeiter
Ein gewaltiges Rechengitter schützt die Kaplan-Turbine vor Treibholz und Geröll. Dahinter stemmen sich tonnenschwere Stahlelemente der Donau entgegen. Nur dank dieser Dammbalken ist der Turbineneinlauf überhaupt begehbar. Sickerwasser, das von den Wänden plätschert, verstärkt den Eindruck einer natürlichen Grotte, doch ist diese Halle erst 1976 geschaffen worden. 

Rund um das Donaukraftwerk Altenwörth haben sich noch manch andere Überraschungen versteckt. Mehr über die neue Traisen oder Niederösterreichs längste Fischwanderhilfe gibt es unter www.verbund.com/altenwoerth

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