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Unsere Kraftwerke sind von zahlreichen artenreichen Wiesen umgeben. Diese wertvollen Wiesen sind ein Paradies an Biodiversität, bestes Beispiel ist das Kraftwerksareal von Wallsee-Mitterkirchen. Dort läuft mit dem Land OÖ ein Projekt zur natürlichen Wiesenbewirtschaftung. VERBUND wird in Zukunft bald selbst für eigene Projekte regionale Wiesensamendepots anlegen und zur Böschungsstabilisierung nutzen. Ein Bericht über Biodiversität im Kraftwerk.

Gerhard Scherzenlehner auf der Kraftwerkswiese Wallsee-Mitterkirchen mit Kollege Hannes Oberleitner.

„Kraftwerksanlagen sind optimale Wiesenbewirtschafter“, informiert Gerhard Scherzenlehner, Betriebsingenieur im Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen. 

Helmknabenkraut - heimische Orchideenart. Photo by Uwe BeCause on Unsplash.

Im Kraftwerk findet Artenvielfalt statt

Im Kraftwerk Wallsee-Mitterkirchen wurden knapp 50 Hektar ökologisch höchst wertvolle Wiesen, die sich für eine natürliche Wiesenbewirtschaftung eignen, ausgewiesen. Seit Jahrzehnten wird dort nicht gedüngt, die Pflanzen konnten in Ruhe und natürlich gedeihen. In einem Projekt der Naturschutzabteilung des Landes OÖ wurden dort heuer am Kraftwerksareal erstmals ca. sieben Hektar an Wiesen geerntet. Dabei wurde auf bestimmte regionale Pflanzenarten geachtet, die nicht mehr selbstverständlich in Wiesen vorkommen, wie Flaumhafer, Ackerwitwenblume, Pastinak, Kleiner Wiesenknopf. (Bild Helmknabenkraut)
Johanniskraut auf der Wallseer Kraftwerkswiese.

Aufbereitung der Wiesensamen

Ende Juni erfolgte der erste Drusch. Dafür brauchte es den richtigen Mähdrescher und natürlich einen erfahrenen Landwirt. Er erntete die Wiese, trocknet und belüftet die Mahd derzeit in einer eigens errichteten Halle, bevor er sie entstengelt und auf die neue freie Fläche Ende August aufbringt. Mit dabei ist auch das wertvolle Johanniskraut, siehe Bild.

Wirbeldost.
Zuvor muss die Zielfläche aufbereitet werden. Auf Wunsch einer Grundbesitzerin in Saxen (Bezirk Perg) wird ihre freie Fläche zur natürlichen Wiese wieder aufgeforstet, das künftig Natura2000 Gebiet sein wird. Zu diesem Zweck wird die Fläche tief umgeackert, um die nährstoffarme Schicht nach oben zu bringen, dann der Wiesendrusch aufgebracht und darauf gewalzt. Und dann heißt es warten, was kommt. Im Frühling 2021 wird ein erster Pflegeschnitt gemacht, um beurteilen zu können, wie sich die Pflanzenarten entwickeln. In zwei, drei Jahren sollte dort dann eine bunte vielfältige und artenreiche Wiese stehen. (Bild Wirbeldost)

Noch mehr Infos zum Wasserkraftwerk Wallsee-Mitterkirchen an der Donau an der Grenze zwischen Ober- und Niederösterreich warten hier im Donaukraftwerk Wallsee-Mitterkirchen.

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