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01. September 2020

Donauradweg Etappe 3: Vom Keltendorf nach Melk

Die dritte Etappe des Donauradwegs führt uns von Oberösterreich ins herrliche Niederösterreich. Burgen, Wein, Wasserkraft – auf über 60 Kilometern erwartet Radbegeisterte eine abwechslungsreiche Tour.

Nach einer erholsamen Nacht und einem herzhaften Frühstück lassen wir Wallsee-Mitterkirchen und das Keltendorf hinter uns und starten gut gestärkt donauabwärts. Auf dem Norduferweg Richtung Melk eröffnet sich der Strudengau – eine zauberhafte und sagenumwobene Gegend. Hier liegen das Stift Baumgartenberg, die Burgen Saxen und Clam sowie die mittelalterliche Stadt Grein. 
Zwei Radfahrer gehen durch das Keltendorf in Wallsee-Mitterkirchen am Donauradweg spazieren.
Das Keltendorf in Mitterkirchen in Oberösterreich ist der Ausgangspunkt unserer dritten Etappe. © WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH-Hochhauser 

Leckeres Eis in Grein

Grein wurde im Jahr 1451 gegründet und ist damit die drittälteste Stadt im oberösterreichischen Mühlviertel an der Donau. Neben dem Schloss Greinburg findet sich hier das – für viele – beste Eisgeschäft der Welt, die Cafe-Konditorei Schörgi. Unbedingt Eisschlecken und das Urlaubsfeeling genießen! Eine Stadtführung inklusive Besichtigung des historischen Stadttheaters zählt zu den weiteren Highlights. Auch ein Besuch der nahen Stillensteinklamm mit ihren beeindruckenden Felsformationen bietet sich an.
Familie fährt auf dem Donaradweg neben der Donau. Dahinter liegt Grein.
Die bezaubernde Stadt Grein ist eine der Perlen des Donauradwegs. © WGD Donau Oberösterreich Tourismus GmbH-Hochhauser

Donaunixen im Strudengau

Weiter geht es mit dem Rad nach St. Nikola im Strudengau. Hier erhebt sich über der Donau die Ruine Werfenstein. Von dort aus wurden früher Ketten hinüber zur Insel Wörth gespannt, um die Schiffe anzuhalten. Anschließend setzt sich die Strecke entlang der dicht bewaldeten Hänge des Strudengaus fort. Dessen Name leitet sich übrigens von den Untiefen – den sogenannten Struden – im Strom ab, die den Schiffern einst Schwierigkeiten bereiteten. Märchenhafte Sagen um Donaufürsten und Donaunixen beflügeln bis heute die Fantasie der Besucherinnen und Besucher.

Österreichs ältestes Donaukraftwerk in Ybbs-Persenbeug

Bald darauf rollen Radfahrerinnen und Radfahrer ins Niederösterreichische hinein und erreichen Persenbeug. Hier befindet sich das wohl bekannteste österreichischen Donaukraftwerk: das Laufkraftwerk Ybbs-Persenbeug. Ein Muss ist die Kraftwerksbesichtigung. Dazu ist eine Voranmeldung notwendig. Zwei weitere Abstecher locken für gut Trainierte: Auf dem Weg von Marbach bergauf zur weithin sichtbaren Wallfahrtskirche Maria Taferl wartet eine grandiose Aussicht über das Donautal. Auch eine Tour von Klein-Pöchlarn bis zum Schloss Artstetten – wo Erzherzog Franz Ferdinand und seine Gemahlin bestattet sind – lohnt sich. 
Das Kraftwerk Ybbs-Persenbeug aus der Vogelperspektive.
Eine Besichtigung des VERBUND-Kraftwerks Ybbs-Persenbeug bietet spannende Einblicke in die Welt der Wasserkraft. © VERBUND

Barock und Wasserkraft in Melk

Abschließend geht es vorbei an der Nibelungenstadt Pöchlarn nach Emmersdorf. Dort gelangen Radlerinnen und Radler über die Donaubrücke nach Melk, vorbei am gleichnamigen Donaukraftwerk mit seiner neuen Fischwanderhilfe. Im barocken Melk zu übernachten mit Blick auf das mächtige Stift – das hoch über der Donau thront – ist ein beeindruckendes Erlebnis. 

Alternative Route: Wer eine alternative Route sucht, fährt in Grein per Fähre (oder kurz vor Grein über die Brücke) ans Südufer. Diese Strecke ist ebenfalls eine Radreise wert: Denn hier liegt das Mostviertel mit seinen zahlreichen kulinarischen Genüssen. Am Donaukraftwerk Ybbs-Persenbeug angelangt führt die Kraftwerksbrücke wieder retour ans Nordufer.

Wichtige Infos zu weiteren Sehenswürdigkeiten und allen Umleitungen warten hier: Donauradweg. Weitere spannende Etappen des Donauradwegs präsentieren wir demnächst im flow-Blog.

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