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15. September 2020

Donauradweg Etappe 5: Zielfinish in Freudenau

Heute geht es am silbrig-blauen Band zum letzten Etappenziel nach Wien. Die finalen 60 Kilometer donauabwärts sind leicht zu schaffen – mit kulturellen Zwischenstopps in Tulln, Klosterneuburg und Nussdorf.

Die letzte Etappe des Donauradwegs in Niederösterreich steht auf dem Programm. Von Altenwörth und dem Naturparadies Traisen nehmen wir Abschied und bewegen uns entlang der Donau nach Tulln, der Gartenstadt.

Keltisches und römisches Flair in Tulln

Tulln ist eine der ältesten Städte Österreichs. Ein Rundgang lohnt sich nach der langen Radstrecke und ist eine willkommene Pause. Weiter geht es durch die Donau-Auen bis zum Donaukraftwerk Greifenstein. Greifenstein ist das jüngste Donaukraftwerk Niederösterreichs. Auf der rechten Uferseite lädt der Altarm mit seinem flachen Kiesstrand zu einem Badebesuch ein. Auf der anderen Seite befindet sich die neue Fischwanderhilfe: ein naturnahes Gerinne mit 4,4 Kilometern Länge. Dafür scheint die Bezeichnung „Bach“ schon fast untertrieben.
Donauradweg: Die Fischwanderhilfe vor dem Kraftwerk Greifenstein in Niederösterreich.
Kraftwerk Greifenstein: Besuch bei Niederösterreichs jüngstem Donaukraftwerk. © VERBUND

Auf zur Kulturstadt Klosterneuburg

Vom Kraftwerk Greifenstein geht es nach Kritzendorf. Das mondäne Strombad kam Ende des 19. Jahrhunderts in Mode und wurde auch „Kritz Les Bains“ genannt. Damals wie heute lockt ein kilometerlanger, 60 Meter breiter Sandstrand zu Bad und Erholung. „Sommerfrische“ hieß das Schlagwort einst. Bekannt wurde Kritzendorf in der Zwischenkriegszeit vor allem mit seiner Wiener Wochenendkolonie mit über 600 Stelzenhäusern.

Weiter geht es mit dem Rad nach Klosterneuburg. Die Besichtigung des Klosters ist ein kultureller Höhepunkt. Auch die mittelalterliche Altstadt sollte besucht werden. Anschließend führt die Tour nach Wien. In der Mitte der Donau beginnt bald eine langgestreckte Insel, die den Fluss in zwei Arme teilt – die Wiener Donauinsel.
Donauradweg: Das malerische Klosterneuburg aus der Vogelperspektive.
Stift im Sonnenuntergang: Von den malerischen Weinbergen wartet eine herrliche Aussicht auf Klosterneuburg. © Niederösterreich-Tourismus/Michael Liebert 

Kraftwerk Nussdorf bei Wien

Endlich in Wien! Schon etwas müde in den Beinen geht es am kleinen VERBUND-Kraftwerk Nussdorf am Donaukanal vorbei. Das schmucke Werk verbirgt sich unterhalb des „Schemerl-Wehrs“ – entworfen vom Meister des Jugendstils, Otto Wagner. Die berühmten Löwenstatuen grüßen die Radlerinnen und Radler schon von weitem. Trotz aller Platzprobleme fand sich noch eine Lücke für eine neue Fischwanderhilfe. So können die Fische zwischen Donaukanal und Donau wandern.
Donauradweg: Das Kraftwerk Nussdorf in Wien – Wasser strömt durch die Wehranlage.
Steinerne Wächter: Auf dem Kraftwerk Nussdorf thronen die charakteristischen Steinlöwen. © VERBUND

Ziel beim Stadtkraftwerk Freudenau

Die Museen und Sehenswürdigkeiten der Kaiserstadt Wien sind ein Kulturschmankerl. Hier braucht es eigentlich mehr Zeit zum Bleiben. Daher führt der Weg weiter in die Wiener Freudenau. Für das letzte Etappenziel geht es frisch-fröhlich durch die Stadt entlang der Donau bis zum Donaukraftwerk. Dieses ist der große Stolz von Wien: Fast zwei Drittel aller Wienerinnen und Wiener entschieden sich bei einer Volksbefragung für den Bau. Schon im Entwurf war eine Fischwanderhilfe vorgesehen, was in den 1990er-Jahren eine enorme ökologische Innovation bedeutete. Das Kraftwerk ist eines der beliebtesten Ausflugsziele bei VERBUND. Informationen zu Führungen in Europas größtem Stadtkraftwerk gibt es hier: Freudenau besuchen. 
Donauradweg: Das Kraftwerk Freudenau aus der Vogelperspektive.
Aus der Vogelperspektive: Das Stadtkraftwerk Freudenau ist das Ziel unserer Reise. © VERBUND

In fünf Tagen Österreich an der Donau erkunden – das ging in die Beine. Selbst auf den Geschmack gekommen? Alle wichtigen Infos zu Sehenswürdigkeiten und Umleitungen warten hier: Donauradweg
Wir wünschen einen wunderschönen Radurlaub! 

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Titelfoto: © Niederösterreich-Werbung/David Schreiber